Last but not least reihe ich mich noch ein bei mamamachsachen´s tollem Sew Along.
Diesmal hat sie sich ein Thema ausgedacht, das mich gleich mitten ins Herz getroffen hat. Märchen. Ich wusste direkt, dass ich gern mitmachen möchte, ohne schon eine Ahnung zu haben. statt mich damit zu beschäftigen kam aber erstmal das Leben dazwischen und ich habe gar nicht mehr daran gedacht.
Ich habe Märchen schon immer geliebt. Als Kind die klassischen Märchen von "Schneewittchen" über "Brüderlein und Schwesterlein" bis zu "Rotkäppchen". Auch unbekanntere Märchen habe ich verschlungen, sobald ich lesen konnte. Generell habe ich als Kind sehr viel gelesen. Von den klassischen Märchen kam ich dann zu moderneren Versionen, den Fantasy-Romanen. Von "Die unendliche Geschichte" über "Der Hobbit" und später "Herr der Ringe" bis zu den Scheibenweltromanen von Pratchett habe ich alles geliebt. Auch Reihen wie "Xanth" oder auch "Eragon" habe ich mit großer Freude verschlungen.
Mittlerweile lese ich keine Bücher mehr, weil mir leider die Zeit fehlt, bzw meine Prioritäten einfach woanders liegen, aber ich bin großer Fan der bewegten Bilder von "Game of Thrones". Die Serie ist großartig gemacht mit wundervollen Kostümen, tollen Charakteren und Schauplätzen. Ich bin so gefesselt, dass ich die neue Staffel kaum erwarten kann, aber da bin ich ja nicht die Einzige.
Als ich kürzlich 10 Tage krank war und mich kaum vom Sofa wegbewegt habe, habe ich zuerst die letzten Folgen GoT geschaut, dann habe ich die komplette Serie "Sherlock" gesehen (auch sehr fesselnd) und dann wusste ich nicht mehr weiter und erbat Serientipps per Twitter. Super, dass eine sich auf die Nähnerds verlassen kann. Mir wurden einige interessante Serien vorgeschlagen, von denen ich bis dato noch nichts gehört hatte. Eine davon war "Once upon a time" und hier schließt sich der Kreis.
In der Serie geht es um eine Kleinstadt in der Gegenwart in Maine, in dem aufgrund eines Fluches sämtliche Märchengestalten versammelt sind und sich nicht mehr an ihr eigentliches Leben erinnern können. Eine junge Frau kommt dorthin, da ihr Schicksal ist, die Menschen dort von dem Fluch zu befreien. Leider glaubt sie aber selbst nicht an den Fluch. In jeder Folge geht es um einen bestimmten Charakter, in Rückblicken wird das eigentliche Leben dargestellt während gleichzeitig in der Gegenwart Dinge passieren. Die ersten Folgen fand ich nicht so spannend, dann hat es mich aber zunehmend gefesselt. Vor allem da die Originalgeschichte immer ein Ticken von der Überlieferung, die man aus den Märchen kennt, abweicht. Sehr gut gemacht.
In der Serie gibt es natürlich auch ein Rotkäppchen, Red oder Ruby genannt. Diese trägt in den Rückblicken immer ein rotes Cape mit Kapuze und sieht darin ganz zauberhaft aus. Als dann plötzlich der Blogpost von der NFL-Aktion aufpoppte, hatte ich direkt einen Geistesblitz. Es muss ein roter Mantel mit Kapuze sein und ich habe auch einigermassen genaue Vorstellungen davon.
Der Mantel soll schmal und tailliert, aber mit einem ausladenden Rockteil versehen sein. Nicht zu lang, eher so knapp übers Knie. Er sollte eine Taillennaht oder ein Taillenband haben, die Ärmel angepufft eher zweireihig als einreihig. Und eher russisch folkloristisch angehaucht mit goldenen Knöpfen oder Posamenten oder so. Im Rückenteil soll es eine Schulterpasse geben, die wie der Rand der Kapuze eine Verzierung aufweist. die Kapuze muss fantasymäßig üppig ausfallen, so wie Ruby´s oder die Elbenmäntel bei "Herr der Ringe". Ich bin mir noch nicht 100%ig sicher, wie ich den Übergang zwischen Mantel und Kapuze löse, da er sowohl mit auf- als auch abgesetzter Kapuze großartig aussehen soll. Eine Überlegung ist, einen Schalkragen in die Kapuze übergehen zu lassen.
Ihr ahnt schon, einen Schnitt dafür gibt es nicht. Ich muss den Mantel größtenteils selbst konstruieren. Das wird lustig. Vor allem, da ich noch nie einen Wintermantel genäht habe. Haha.
Dies wird also ein Mammutprojekt, das ich mit Sicherheit nicht zum letzten gemeinsamen Treffen vom sew along fertig bekomme, da ich ja auf jeden fall erstmal ein paar Nesselmodelle nähen muss. Die Frage ist auch, wo und wann ich die Stoffe bekomme.
Puh, viel Text und keine Fotos. Es tut mir sehr leid. Aber wer sich bis hierher durchgekämpft hat, wird jetzt immerhin mit einem link zu Bildern belohnt. Auf meinem Pinterest board habe ich Inspiration gesammelt.
Ich betrachte das also eher als den Grundstein, der gesetzt wird und plane die Fertigstellung zum Winter, der dieses Jahr wieder Temperaturen unter -20°C bringen soll. Ha!
Die anderen Beiträge habe ich zum Teil bereits angeschaut und habe gesehen, dass ich wohl nicht die einzige bin, die ihre Inspiration von Rotkäppchen hat.
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Samstag, 9. August 2014
Dienstag, 3. September 2013
Elysium - Meine Filmkritik
Gestern Abend habe ich mir mit meinem Freund zusammen "Elysium" im Kino angesehen. Ich mag Action und Science Fiction Filme gern auf großer Leinwand schauen. Da gibt dieser Film auch gut was her, explodierende Roboter, in die Luft fliegende Autos oder sogar splatter-artig explodierende Körperteile, schöne Bilder, guter Sound und tolle Effekte, alles schön anzuschauen und unterhaltsam, aber...
Vorsicht Spoiler! Ab hier bitte nur lesen, wenn ihr a) den Film schon gesehen habt oder b) ihn eh nicht sehen wollt.
Was mich so nervt ist, dass Hollywood-Filme immer gleiche Muster haben:
Durchtrainierter Held, der zwar auf der richtigen Seite kämpft, aber moralisch nicht ganz einwandfrei ist, aber durch seinen Heldentod die Menschheit rettet- Check
Bösewicht mit bösen Absichten und fiesem Charakter, was er mit Vergewaltigungsandrohungen so richtig deutlich macht, der Marionette eines noch durchtriebeneren Bösewichtes ist und sich dann aber gegen diesen wendet- Check
Schöne Frau, vom Held begehrt, die ihn medizinisch versorgt, dann entführt wird und damit die Durchtriebenheit des Bösewichts deutlich macht, sonst keine Aufgabe- Check
Interessante Weltgestaltung als Hintergrundgeschichte, die aber leider nicht sehr tiefgründig ist- Check
Diverse sympathische oder unsympathische Nebenfiguren, durch deren Tod Emotionen bei den Protagonisten (und Zuschauern) ausgelöst werden- Check
Mindestens einer, der erst zweifelhaft rüberkommt und dann aber dem Held bei der Verwirklichung der Heldentat entscheidend hilft- Check
Da ich momentan mein Umfeld immer kritischer betrachte und mir dadurch das Ausmaß des uns umgebenden Sexismus und auch Rassismus immer mehr auffällt, kann ich mich auch bei einem entspannten Kinoabend nicht ganz davon frei machen. Auf dem Heimweg stellten wir folgende Klischees fest:
Alle Hauptfiguren sind weiß.
Die Frau auf Heldenseite ist schmückendes Beiwerk, für die medizinische Versorgung zuständig und trägt die ganze Zeit ihr Kind durch die Gegend. Sie ist guten Charakters und kämpft einzig und allein für das Überleben ihrer Tochter. Durch ihre Entführung und fiese Anmache durch den Schurken soll dessen schlechter Charakter zur Schau gestellt und dem Helden eine Reaktion entlockt werden. Sie wird als Eigentum des Helden dargestellt, das es zu beschützen gilt.
Der Held ist natürlich ein weißer Mann, nicht ganz unzweifelhaft, aber am Ende tut er das Richtige. Der allseits bekannte amerikanische Held, der für das Gute sogar sein Leben opfert.
Nebenfiguren dürfen auch mal nicht-weiß sein, aber sterben sowieso meistens. Der Präsident darf jetzt auch mal nicht-weiß sein, aber nur, wenn er eine Nebenrolle spielt.
Die Reichen sind böse, alle, immer. Ihr Ziel ist die Unterdrückung aller, die nicht reich sind. Außerdem haben sie oft eine Zwangsstörung und einen Hang zu steriler Einrichtung.
Ja, und dann gibt es noch Jodie Foster, die die Schurkenchefin auf Seite der Reichen spielt. Hier kann ich nicht meckern. Abgesehen vom Hang zu Etui-Kostümen und hohen Schuhen ist mir an ihr nichts aufgefallen, worüber ich meckern kann. Vielleicht höchstens, dass Frauen auf Schurkenseite oft kurze blondierte Haare haben und ein wenig maskulin wirken, da eine Frau ja nur Chef werden kann, wenn sie nicht zu weiblich wirkt. Aber wenigstens ist sie die Strippenzieherin, die einzig nach ihren Motiven handelt und die anderen Bösen rumkommandiert. Man könnte hier höchstens argumentieren, dass wieder die Frau als das Böse betrachtet wird, von wegen Eva und Erbsünde und so, aber ganz ehrlich, da ist es mir doch lieber, wenn das Böse weiblich ist, als wenn das Weibliche gar nicht vor kommt.
Vorsicht Spoiler! Ab hier bitte nur lesen, wenn ihr a) den Film schon gesehen habt oder b) ihn eh nicht sehen wollt.
Was mich so nervt ist, dass Hollywood-Filme immer gleiche Muster haben:
Durchtrainierter Held, der zwar auf der richtigen Seite kämpft, aber moralisch nicht ganz einwandfrei ist, aber durch seinen Heldentod die Menschheit rettet- Check
Bösewicht mit bösen Absichten und fiesem Charakter, was er mit Vergewaltigungsandrohungen so richtig deutlich macht, der Marionette eines noch durchtriebeneren Bösewichtes ist und sich dann aber gegen diesen wendet- Check
Schöne Frau, vom Held begehrt, die ihn medizinisch versorgt, dann entführt wird und damit die Durchtriebenheit des Bösewichts deutlich macht, sonst keine Aufgabe- Check
Interessante Weltgestaltung als Hintergrundgeschichte, die aber leider nicht sehr tiefgründig ist- Check
Diverse sympathische oder unsympathische Nebenfiguren, durch deren Tod Emotionen bei den Protagonisten (und Zuschauern) ausgelöst werden- Check
Mindestens einer, der erst zweifelhaft rüberkommt und dann aber dem Held bei der Verwirklichung der Heldentat entscheidend hilft- Check
Da ich momentan mein Umfeld immer kritischer betrachte und mir dadurch das Ausmaß des uns umgebenden Sexismus und auch Rassismus immer mehr auffällt, kann ich mich auch bei einem entspannten Kinoabend nicht ganz davon frei machen. Auf dem Heimweg stellten wir folgende Klischees fest:
Alle Hauptfiguren sind weiß.
Die Frau auf Heldenseite ist schmückendes Beiwerk, für die medizinische Versorgung zuständig und trägt die ganze Zeit ihr Kind durch die Gegend. Sie ist guten Charakters und kämpft einzig und allein für das Überleben ihrer Tochter. Durch ihre Entführung und fiese Anmache durch den Schurken soll dessen schlechter Charakter zur Schau gestellt und dem Helden eine Reaktion entlockt werden. Sie wird als Eigentum des Helden dargestellt, das es zu beschützen gilt.
Der Held ist natürlich ein weißer Mann, nicht ganz unzweifelhaft, aber am Ende tut er das Richtige. Der allseits bekannte amerikanische Held, der für das Gute sogar sein Leben opfert.
Nebenfiguren dürfen auch mal nicht-weiß sein, aber sterben sowieso meistens. Der Präsident darf jetzt auch mal nicht-weiß sein, aber nur, wenn er eine Nebenrolle spielt.
Die Reichen sind böse, alle, immer. Ihr Ziel ist die Unterdrückung aller, die nicht reich sind. Außerdem haben sie oft eine Zwangsstörung und einen Hang zu steriler Einrichtung.
Ja, und dann gibt es noch Jodie Foster, die die Schurkenchefin auf Seite der Reichen spielt. Hier kann ich nicht meckern. Abgesehen vom Hang zu Etui-Kostümen und hohen Schuhen ist mir an ihr nichts aufgefallen, worüber ich meckern kann. Vielleicht höchstens, dass Frauen auf Schurkenseite oft kurze blondierte Haare haben und ein wenig maskulin wirken, da eine Frau ja nur Chef werden kann, wenn sie nicht zu weiblich wirkt. Aber wenigstens ist sie die Strippenzieherin, die einzig nach ihren Motiven handelt und die anderen Bösen rumkommandiert. Man könnte hier höchstens argumentieren, dass wieder die Frau als das Böse betrachtet wird, von wegen Eva und Erbsünde und so, aber ganz ehrlich, da ist es mir doch lieber, wenn das Böse weiblich ist, als wenn das Weibliche gar nicht vor kommt.
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