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Mittwoch, 11. März 2015

MMM #43 im Nähkränzchen-Kleid und Bielefeld-Mantel

Guten Morgen!

Hach, was war das Aufblitzen der Sonne doch schön. Da kriegt eine doch direkt jute Laune, wa?

Heute zeige ich euch endlich mein AnNÄHerungs-Projekt. Der Mantel ist seit kurz nach Bielefeld im Dauereinsatz.

Aber erst gibt es noch ein paar (unterirdisch schlechte) Bilder vom Drunter, ein Kleid, dass ich irgendwann einmal beim Nähkränzchen angefangen habe, dann nicht 100% überzeugt war und es fast fertig eine Weile in der UFO-Kiste verbracht hat. Eigentlich musste ich nur den Saum neu machen und den Reißer neu einnähen. Zum Glück habe ich jemanden, der mir ohne zu murren den Saum abpüstert und ein Reißer ist ja auch schnell genäht. Tadaa!




Die Passformmängel, die ich sehe, sieht mein Freund nicht und findet es hübsch. Und das obwohl er mich viel lieber in Hosen sieht. (Was mir manchmal sehr leid tut.)


Hier versuche ich zu demonstrieren, dass  es möglich ist, Nahttaschen mit einem Nahtverdeckten Reißverschluss zu verbinden.



Jetzt habe ich also ein neues Bettwäsche-Frühlingskleid. Da wird das bestimmt auch was mit mehr Sonne. Demnächst.

Schnitt: McCalls M6503
Stoff: alte Bettwäsche meiner Eltern


Aber erst mal wird es draußen im Wind und Schatten so getragen.


Das schöne grüne Futter aus Verl (Marc Aurel Outlet) kann man leider nur erahnen. (Weißabgleich, wer braucht schon Weißabgleich?)





Schnitt: aus Burda 09/72
Stoff: Wolle mit diagonalen "Rillen" vom Ufer

Weitere selbstgenähte Klamotten gibt es, wie jeden Mittwoch, auf dem MMM-Blog zu bestaunen.

Sonntag, 23. November 2014

Herbst Jacken Sew Along Finale

Ich bin schon fertig und zeige voller stolz mein Werk / Ich habe mehrere Jacken genäht und zeige die erste bzw. die Herbstvariante / Ich kämpfe noch mit den letzten Schritten (den Knöpfen, das Futter..) / Hilfe, ich habe noch ein dickes Problem und brauche euren Rat


Ich fühle mich ein kleines bisschen strebermäßig, da ich beide Projekte, die ich am Anfang des Sew Alongs geplant habe, wirklich fertig genäht habe. Und dass auch noch bis zum Finale. Und ich habe gestern auch Fotos gemacht. Woohoo!

Damit es ein bisschen weniger strebermäßig daher kommt, gibt es jetzt zuallererst ein bisschen Gemecker. Keine Sorge, nur ein bisschen.


Obwohl ich sowohl Ober- als auch Unterkragen mit Einlage verstärkt habe und der Kragen beim Nähen ziemlich dick wurde, schlappt er jetzt ganz unmotiviert rum. Wenn er sich flach auf die Schultern legt, finde ich das nicht sehr schön. Das wollte ich mit dem Gesichtsausdruck deutlich machen. Hat geklappt, oder?

Ich habe den Kragen mit ordentlich Sprühstärke getränkt und gehofft, dass es ein wirkt, aber das hat nur so mittel was gebracht. Im Netz bin ich auf Verstärkung durch Speisestärke gestoßen. Hat das schon mal eine ausprobiert? Ich werde das wohl mal an einem Rest testen und berichten.


Alles in allem bin ich aber sehr glücklich mit meinem ersten selbstgenähten Wintermantel. Das Nähen an sich fand ich nicht schwer und auch die Schnittänderung (SBA) hat supergut geklappt. Der Mantel passt wie angegossen. Ich bin nicht sicher, wieviele Schichten noch drunterpassen, halte ihn aber für sehr warm. Ich werde dann ja sehen, wie er sich bei -20°C verhält, falls wir diesmal einen Winter kriegen.


Ich habe probiert, den Futterbeleg mit dem Vorderteil zu verstürzen. Dadurch wird der vordere Saum aber recht steif. Vielleicht ist das der Grund, warum man das eigentlich nicht macht. Die Ärmel habe ich durch so eine Art Manschetten ein Stück verlängert. Ich mag einfach lieber lange Ärmel, die über die Handgelenke reichen. Ich bin ja schon ein bisschen stolz auf die faltenfrei eingenähten Ärmel. 


Ich bin nicht sicher, ob die Kellerfalte immer so weit aufsteht. Vielleicht tut sie das nur, weil ich kurz vorher im Auto saß. Ist aber so auch ok.



Mal ein Bild ohne Hände in den Taschen, damit ihr meine präferierte Ärmellänge sehen könnt. Der Gürtel ist einen Tick zu kurz geraten, viel Spielraum ist da nicht. Sollte ich dicker werden, muss ich einen neuen nähen.
Ist euch die tolle stoffbezogene Gürtelschnalle aufgefallen? Die hat mir Nina vom Nähkontor bezogen und ich liebe sie. Der kleine Obolus von 5-6€ lohnt sich meiner Meinung nach sehr, da eine passende Gürtelschnalle das Ganze nochmal aufwertet. 



Kommen wir zum Innenleben. Ich habe zum leichteren An- und Ausziehen Ärmel und Rückenpasse mit Flutschi ausgestattet. Ich hasse Flutschinähen echt, aber es muss halt sein. Den Rest habe ich aber mit alter Bettwäsche gefüttert, aus der ich bereits ein Cambie Dress genäht habe.




Die schönen Knopflöcher musste ich doch nochmal zeigen. <3

Kommen wir zu Teil 2. Den Schnitt des Jacketts konntet ihr bereits bei Catherine bewundern, die ihn mir freundlicherweise geliehen hat. Auch Susi hat ihn bereits mehrfach genäht und ihn an Monika und wie ich hörte kürzlich an die Drehumdiebolzeningenierin verliehen. Man darf also gespannt sein.


Ich jedenfalls habe mich bei Catherine in den Schnitt verliebt und beim Kauf der tollen Hütchen-Seide direkt ein Bild von dem Schnitt aus braunem Wollstoff mit der Seide als Futter vor Augen gehabt. Gesagt, ein halbes Jahr später getan.


Und ich bin sehr glücklich.  Der Schnitt hat die 40er Jahre Größe 16 und passte auf Anhieb. Ich habe lediglich an der Seitennaht in Taillen und Hüfthöhe ein bisschen zugegeben und die Schulterbreite ein wenig verkürzt. Die bei Monika beschriebene Spitzbrustproblematik mit dem Abnäher hatte ich nicht.


Wie man sieht, könnte ich eine Hohlkreuzanpassung machen, da sich am Rücken eine Querfalte bildet. Allerdings sorgt die Falte auch für Bewegungsfreiheit, den die habe ich darin ordentlich. Das Armloch ist perfekt und ich kann mich super darin bewegen. Leider müsst ihr mir das so glauben, da ich kein Beweisfoto gemacht habe.


Der Rock ist übrigens auch neu. Mein Stoffwechselproberock2, ein Hollyburn Skirt aus eine Art Samtstoff.



Auch hier bin ich sehr glücklich mit dem Innenleben, auch wenn ich wieder vergessen habe, eine Paspel zwischen Beleg und Futter zu nähen. Auch die Bewegungsfalte habe ich vergessen, aber das tut der oben beschriebenen Bewegungsfreiheit keinen Abbruch. Vielleicht ist das bei so einem körpernah sitzenden Teil ja gar nicht nötig. Dafür hat das Futter über dem Saum ein bisschen Spiel.


Ganz großes Hach für das Futter!

Das Einzige, was ich noch anders machen würde, das nächste Mal lasse ich von Anfang an, den oberen Knopf weg. Den Knopf habe ich nämlich abgetrennt und jetzt habe ich ein unnützes Knopfloch im Revers, das aber nicht weiter auffällt.
Vielleicht nähe ich auch mal eine etwas kürzere Version, denn alles in allem ist der Schnitt wirklich super. Ganz besonders toll finde ich die Abnäher am Ellbogen. Generell habe ich das Gefühl, dass die Schnitte früher irgendwie besser und ausgeklügelter waren. Vielleicht geben sich die Schnitthersteller nicht mehr soviel Mühe, weil wir das Nähen heutzutage nicht mehr von der Pike auf lernen und dadurch gar nicht wissen, was passformtechnisch alles so geht.

Puh, jetzt habe ich lange geschrieben.
Die anderen Posts des Finales sind heute bei Chrissy verlinkt, wo ich mich jetzt einreihen werde.

Donnerstag, 13. November 2014

Herbst Jacken Sew Along Endspurt

Heute fragt Karin:

Was habe ich bis hierhin geschafft? Was fehlt noch? Brauche ich eure Hilfe oder einen Motivationsspritze? Ich bin schon fertig und zeige den Mantel auf der Puppe. Ich steh vor dem Futter und weiss nicht genau, wie’s weitergeht. Ich bin total verzweifelt und kurz vorm Hinschmeißen.

Ich bin eigentlich ganz gut in der Zeit und optimistisch, dass das bis zum Kälteeinbruch was wird mit dem neuen Mantel. Im Grunde fehlen nur noch die Futterärmel, zwei Steppnähte, Saum und Knöpfe. Naja, was heißt nur, denn immerhin muss ich den Saum mit der Hand nähen und das ist ja allein schon Arbeit für einen Nachmittag.


Die Bilder sind vom Mantelkorpus und nicht ganz aktuell, da ich heute einiges geschafft, aber nichts fotografiert habe. Zu dem Zeitpunkt hatte der Mantel noch keine Taschen und Futter war auch noch nicht drin. 

Der Schnitt sieht nur vier Knopflöcher vor, oben zwei und am Rockteil zwei und in der Mitte keins. Das liegt bestimmt daran, dass der Mantel mit Gürtel getragen wird und der Knopf dann nicht am Bauch drücken soll, aber ich bin noch am Hadern, ob ich damit glücklich werde. Aber ich lasse das so.


Ebenso ist der Kragen unpikiert nicht so spitzenmäßig, aber auch das lasse ich so. Ich trage ja eh im Winter immer Schals und dann ist das eigentlich Wurst. Ich denke aber, dass der Kragen besser gelöst hätte werden können.


Sehr zufrieden bin ich hingegen mit der Passform. Meine SBA (small bust adjustment, ich nenne es Brustverkleinerung) hat den erwünschten Effekt gebracht. Der Mantel passt super und wirft keine Falten über der Brust. Ebenso bin ich sehr glücklich mit der zugegebenen Weite im Rockteil. Ich habe die Schnitteile ordentlich ausgestellt und das gibt dem Mantel so einen gewissen Kleid-Look, was ich sehr mag. Der Mantel passt auch um die Schultern toll, schmal, aber mit der Möglichkeit, noch einen Pulli mehr drunter zu ziehen und die Ärmel sind tipptopp eingenäht. Allerdings sind sie vom Schnitt her zu kurz. Ich werde also noch so eine Art Manschetten basteln, um sie zu verlängern.


Und zu guter Letzt fehlt natürlich noch der Gürtel. Ich werde natürlich nicht den nehmen, den ich zur Demonstration rumgeschnallt habe, sondern aus dem Mantelstoff einen nähen und im Nähkontor eine passende Gürtelschnalle mit dem Stoff beziehen lassen.

Paspelknopflöcher im Entstehungsprozess
Alles in allem bin ich schon sehr zufrieden mit meinem Werk und kann jetzt schon sagen, dass es nicht der letzte Mantel in meinem Leben sein wird.

     Wie weit die Mitmantelnäherinnen gekommen sind, seht ihr hier.


Freitag, 17. Oktober 2014

HerbstJacken Sew Along Teil 2

Stoffvorstellungen und erste Schritte
 
Für welchen Schnitt habe ich mich jetzt endgültig entschieden? Habe ich den passenden Stoff schon gefunden? War der Stoff eher ein Kompromiss oder habe ich meinen Wunschstoff gefunden? Gab’s das passende Futter dazu? Ist ein Probeteile geplant oder schon fertig? Womit habe ich schon losgelegt? Oder ist mir schon so kalt, dass meine Jacke schon fast fertig ist?

Ich habe mich was den Mantel betrifft nochmal umentschieden. Als ich nämlich Monikas ultralieben Kommentar unter dem letzten Post gelesen habe und bei den Mitnäherinnen von tollen Plänen las, schwelte in mir der Gedanke, dass der Schnitt für mich vielleicht gar nicht passend ist und mir viel siedendheiß was ein.

Vor einiger Zeit habe ich ein fast fertig genähtes Cambie Dress, dass mir nicht passte, mit einer netten Leserin gegen eine alte Burda Moden von 1972 getauscht. Dafür nochmal Danke Diana. (Ich hoffe, das Kleid hat dir auch nur halb so gut gefallen, wie mir diese Zeitschrift. Ich liebe die 70er! Zumindest bis zur Mitte) Jedenfalls handelt es sich um eine Oktoberausgabe und in den Herbstausgaben sind ja auch immer Wintermantelschnitte. Die sind auch fast alle toll, aber einer, den es zufällig auch fast in meiner Größe gibt, hatte es mir besonders angetan. 


















Eigentlich wollte ich ja gern einen zweireihigen Mantel nähen, aber dieser ist nur einreihig. Ups. Egal. Da ich einen Mantel mit Schwung im Rockteil nähen wollte, habe ich die Schnittteile von dem ursprünglich geplanten Vogue Mantel einfach drauf gelegt und dadurch ordentlich an Saumweite gewonnen. Bin gespannt wie das wird. Ebenso gespannt bin ich, ob meine Schnittchirurgie etwas geworden ist. Ich habe nämlich mit Burdas Hilfe eine Brustverkleinerung am Schnitt durchgeführt. Wie aufregend! Zugeschnitten ist schon. Jetzt muss ich noch Einlage bügeln und nähen. 


FBA ist ausführlich beschrieben. Bei SBA steht nur, mach das Gegenteil von FBA. Nagut.
 
Laienhafte Schnittmodifikation. Aus 2 mach 1


Den Stoff habe ich letzte Woche in einer tollen Runde auf dem Maybachufermarkt ergattert. Die Farbe konnte ich nicht gut fotografieren. Es ist ein toller fester Wollstoff in blauschwarz-meliert, wobei das blau bei Sonnenschein recht leuchtend daher kommt. Ich habe 6 Meter gekauft und war dann doch überrascht, dass nach dem Zuschnitt soviel übrig war. Aber das ist auch völlig ok. Zum einen kann ich da locker noch ein, zwei Mantelteile ausschneiden, wenn es nicht so recht klappen sollte, zum anderen ist daraus ein Jackeneinsatz für meine frisch geschlüpfte Verwandschaft und seine Mutter versprochen. (Und wenn dann noch was übrig bleibt, nähe ich mir einen Winterrock oder zumindest warme Unterziehhosen daraus.)

Zuammenfassung Stoff und Schnitt

Stoff von nahem. Stellt euch den blauer und dunkler vor.

Zuschnitt. Die Farbe ist ganz gut getroffen.


Da ich mir dachte, dass es schwierig wäre, passende Futterschnittteile zuzuschneiden, wenn der Außenmantel schon genäht ist, habe ich mich zusammengerissen und auch das Futter schon zugeschnitten. Ätzend! Da ich Flutschifutter superätzend zum Zuschneiden finde, habe ich nach Chrissys Art nur die Ärmel (plus Schulterpasse) aus Flutschi ausgeschnitten und den Rest aus der alten Bettwäsche, aus der auch mein Cambie Dress ist. Ich erhoffe mir dadurch etwas Gemütlichkeit. Hoffentlich wandert da nix drunter. Es wäre ärgerlich, wenn ich im Nachhinein nicht zufrieden mit meiner Wahl wäre. Wir werden sehen. Auf eine Zwischenschicht habe ich verzichtet. Lucy Nahtzugabe war der Meinung, dass der Wollstoff ausreichend dick und fest gewebt ist, da vertraue ich drauf. Es geht doch nichts über eine kompetente Nähnerd-Markt-Beratung. <3

Beim Kostümjäckchen bin ich noch nicht viel weiter außer dass der Schnitt mittlerweile bei mir angekommen ist. Vielen Dank! <3 Die geplanten Stoffe habe ich ja bereits beim letzten Mal gezeigt. Hier muss ich demnächst auch prüfen, inwiefern ich den Schnitt anpassen muss. SBA ist bestimmt notwenig und ich vermute auch etwas Mehrweite in der Taille. 

Bei Karin haben sich schon die allermeisten Mitnäherinnen versammelt. Aufregend!

Samstag, 4. Oktober 2014

Herbst-Jacken-Sew-Along

Ich finde es ganz toll, dass Karin und Chrissy zusammen einen Herbst/Winter-Jacken/Mantel-Sew Along organisieren und da schließe ich mich gern an.

Das Thema des ersten Posts ist:

Welchen Mantel/ welche Jacke möchte ich nähen? Was brauche ich? Für den Herbst oder den Winter? Oder beides? Welche Schnittmuster kämen in Frage? Habe ich bereits eine Auswahl oder fehlt mir jegliche Idee? Was mache ich als Mantel/Jackenanfänger?

Ich brauche unbedingt einen schönen Wintermantel, einen, der gut über Röcke und Kleidern zu tragen ist. Eigentlich wollte ich mir einen schönen roten Mantel mit Kapuze nähen, inspiriert von Rotkäppchen und im Rahmen des NFL-Sew Alongs, aber daraus wurde leider mangels Stoff nichts. Es ist doch verrückt, aber ich habe tatsächlich keinen passenden Stoff gefunden, der für mich bezahlbar ist, immerhin hätte ich gute 5-6m gebraucht. Aber ich behalte das im Hinterkopf, falls mir mal ein bezahlbarer Loden in einem schönen Rotton über den Weg läuft.

Derweil nähe ich mir einfach einen Mantel aus bezahlbarem Stoff. Am Maybachufer gibt es tolle Wollstoffe für´n Fünfer. Da werde ich dann nächsten Freitag zuschlagen. Ich bin mir noch nicht 100%ig sicher, welche Farbe es sein darf, ich schwanke zwischen braunem Tweed und grünem oder blauem Wollstoff, mal sehen.

Genäht werden soll der schöne Vogue-Mantel-Schnitt 8346 in dieser Version:
Quelle
Die Länge ist gut so, etwas übers Knie. Damit geht er dann über die meisten meiner Röcke und Kleider drüber. Ich bin nur am Überlegen, ob ich eventuell ein Taillenband einarbeite, damit der Mantel ein wenig mehr Form in der Taille bekommt. Durch die Massen an Stoff, die im Rockteil verarbeitet werden, zieht der Mantel nach unten, so dass die Taille gerade gezogen wird. Das könnte man allerdings auch mit einem Gürtel lösen. Stelle ich mir auch schick vor und ich kann mir dann auch endlich mal schön im Nähkontor eine Gürtelschnalle beziehen lassen. :-)

Und ich möchte mir auch gern eine Kostümjacke nähen. Ja, Catherine, überzeugt, ich brauche nur ein bisschen länger als andere. Catherine hat nämlich bereist letztes Jahr im MMM-Blog einen Kostüm-Sew-Along organisiert. Netterweise borgt sie mir auch ihren tollen Vintage-Schnitt aus. Seitdem ich mir eine Futterseide mit Hüten drauf gekauft habe, träume ich von der Jacke aus braunem Tweed mit dem Futter.


Man darf also gespannt sein. Auch könnte es passieren, dass ich durch die viele Inspiration der anderen Teilnehmerinnen völlig umschwenke und was ganz anderes nähe. Es gibt nämlich schon ganz wundervolle Pläne zu bestaunen. Seht selbst.


Samstag, 23. August 2014

NFL - Märchen - Entwürfe

Im Wesentlichen hat sich an meinem Entwurf im Kopf seit dem letzten Treffen nichts verändert. Ich habe auch an meinem Probemodell bisher nicht gearbeitet, außer dass ich mir überlegt habe, von meinem Mantelschnitt B5685 auszugehen und ihn (wesentlich) zu verändern. Ich habe eine Skizze gezeichnet, damit ihr ein ungefähres Bild bekommt.


Gestern habe ich am Maybachufer schon mal nach einem passenden Stoff Ausschau gehalten, aber bisher nichts gefunden. August ist für Winterstoffe wohl eingeutig noch zu früh und ich habe ja auch eine ziemliche Vorstellung, was ich haben möchte. Ich möchte gern Paprikaroten Lodenstoff. Einen Wollstoff, der eher eine glatte, feste Struktur hat als zu flauschig.

Ein wenig habe ich auch in Online-Shops gestöbert, aber 20€/m und deutlich mehr ist mir zu teuer, denn ich denke, dass ich locker 5m brauchen werde. Deshalb warte ich, bis es auf dem Markt einen passenden Stoff für mich gibt. Da ich mir von Anfang an gedacht habe, dass ich vielleicht nicht bis zum Finale des Märchen-Projektes fertig werde, bin ich recht entspannt. Entweder finde ich passenden Stoff für das Projekt und meinen Geldbeutel oder nicht. Erstmal muss sowieso ein Probemodell her.

Das werde ich kommende Woche dann auch endlich mal angehen. Aus alter Bettwäsche oder so.

Bei Alex gibt es schon einen Teil Entwürfe zu bestaunen. Sehr spannend.

Samstag, 9. August 2014

NFL - Märchen - Moodboard

Last but not least reihe ich mich noch ein bei mamamachsachen´s tollem Sew Along.

Diesmal hat sie sich ein Thema ausgedacht, das mich gleich mitten ins Herz getroffen hat. Märchen. Ich wusste direkt, dass ich gern mitmachen möchte, ohne schon eine Ahnung zu haben. statt mich damit zu beschäftigen kam aber erstmal das Leben dazwischen und ich habe gar nicht mehr daran gedacht.

Ich habe Märchen schon immer geliebt. Als Kind die klassischen Märchen von "Schneewittchen" über "Brüderlein und Schwesterlein" bis zu "Rotkäppchen". Auch unbekanntere Märchen habe ich verschlungen, sobald ich lesen konnte. Generell habe ich als Kind sehr viel gelesen. Von den klassischen Märchen kam ich dann zu moderneren Versionen, den Fantasy-Romanen. Von "Die unendliche Geschichte" über "Der Hobbit" und später "Herr der Ringe" bis zu den Scheibenweltromanen von Pratchett habe ich alles geliebt. Auch Reihen wie "Xanth" oder auch "Eragon" habe ich mit großer Freude verschlungen.

Mittlerweile lese ich keine Bücher mehr, weil mir leider die Zeit fehlt, bzw meine Prioritäten einfach woanders liegen, aber ich bin großer Fan der bewegten Bilder von "Game of Thrones". Die Serie ist großartig gemacht mit wundervollen Kostümen, tollen Charakteren und Schauplätzen. Ich bin so gefesselt, dass ich die neue Staffel kaum erwarten kann, aber da bin ich ja nicht die Einzige.

Als ich kürzlich 10 Tage krank war und mich kaum vom Sofa wegbewegt habe, habe ich zuerst die letzten Folgen GoT geschaut, dann habe ich die komplette Serie "Sherlock" gesehen (auch sehr fesselnd) und dann wusste ich nicht mehr weiter und erbat Serientipps per Twitter. Super, dass eine sich auf die Nähnerds verlassen kann. Mir wurden einige interessante Serien vorgeschlagen, von denen ich bis dato noch nichts gehört hatte. Eine davon war "Once upon a time" und hier schließt sich der Kreis.

In der Serie geht es um eine Kleinstadt in der Gegenwart in Maine, in dem aufgrund eines Fluches sämtliche Märchengestalten versammelt sind und sich nicht mehr an ihr eigentliches Leben erinnern können. Eine junge Frau kommt dorthin, da ihr Schicksal ist, die Menschen dort von dem Fluch zu befreien. Leider glaubt sie aber selbst nicht an den Fluch. In jeder Folge geht es um einen bestimmten Charakter, in Rückblicken wird das eigentliche Leben dargestellt während gleichzeitig in der Gegenwart Dinge passieren. Die ersten Folgen fand ich nicht so spannend, dann hat es mich aber zunehmend gefesselt. Vor allem da die Originalgeschichte immer ein Ticken von der Überlieferung, die man aus den Märchen kennt, abweicht. Sehr gut gemacht.

In der Serie gibt es natürlich auch ein Rotkäppchen, Red oder Ruby genannt. Diese trägt in den Rückblicken immer ein rotes Cape mit Kapuze und sieht darin ganz zauberhaft aus. Als dann plötzlich der Blogpost von der NFL-Aktion aufpoppte, hatte ich direkt einen Geistesblitz. Es muss ein roter Mantel mit Kapuze sein und ich habe auch einigermassen genaue Vorstellungen davon.

Der Mantel soll schmal und tailliert, aber mit einem ausladenden Rockteil versehen sein. Nicht zu lang, eher so knapp übers Knie. Er sollte eine Taillennaht oder ein Taillenband haben, die Ärmel angepufft eher zweireihig als einreihig. Und eher russisch folkloristisch angehaucht mit goldenen Knöpfen oder Posamenten oder so. Im Rückenteil soll es eine Schulterpasse geben, die wie der Rand der Kapuze eine Verzierung aufweist. die Kapuze muss fantasymäßig üppig ausfallen, so wie Ruby´s oder die Elbenmäntel bei "Herr der Ringe". Ich bin mir noch nicht 100%ig sicher, wie ich den Übergang zwischen Mantel und Kapuze löse, da er sowohl mit auf- als auch abgesetzter Kapuze großartig aussehen soll. Eine Überlegung ist, einen Schalkragen in die Kapuze übergehen zu lassen.

Ihr ahnt schon, einen Schnitt dafür gibt es nicht. Ich muss den Mantel größtenteils selbst konstruieren. Das wird lustig. Vor allem, da ich noch nie einen Wintermantel genäht habe. Haha.

Dies wird also ein Mammutprojekt, das ich mit Sicherheit nicht zum letzten gemeinsamen Treffen vom sew along fertig bekomme, da ich ja auf jeden fall erstmal ein paar Nesselmodelle nähen muss. Die Frage ist auch, wo und wann ich die Stoffe bekomme.

Puh, viel Text und keine Fotos. Es tut mir sehr leid. Aber wer sich bis hierher durchgekämpft hat, wird jetzt immerhin mit einem link zu Bildern belohnt. Auf meinem Pinterest board habe ich Inspiration gesammelt.

Ich betrachte das also eher als den Grundstein, der gesetzt wird und plane die Fertigstellung zum Winter, der dieses Jahr wieder Temperaturen unter -20°C bringen soll. Ha!

Die anderen Beiträge habe ich zum Teil bereits angeschaut und habe gesehen, dass ich wohl nicht die einzige bin, die ihre Inspiration von Rotkäppchen hat.