Posts mit dem Label Mach Mit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mach Mit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 30. Oktober 2013

MMM #25

Guten Morgen zum Me Made Mittwoch.

Ich habe ein ganz klein wenig geschummelt, denn die Bilder sind von letzter Woche Da ich jedoch nicht dazu gekommen bin, meinen Post zu schreiben, liefere ich sie heute noch nach.

Ich habe die Bluse nach einem New Look Schnitt genäht und zwar 6187. Der Schnitt ist entweder neu oder unbeliebt, denn man findet kaum Bilder von ihr bei der Google Suche. Ich hatte aber eine Bluse mit Passe gesucht und diese einfach mal mitbestellt. Der Plan war nämlich, in die Passe Biesen einzuarbeiten. Dies tat ich dann auch. Wie genau ich das machen, habe ich hier mal mit Fotos dargestellt. Zusätzlich habe ich noch eine Rüsche in die Naht gebastelt. So konnte ich endlich mal den Rollsaum meiner Ovi ausprobieren.

Die Stoffe sind vom Maybachufer, teilweise schon länger in meinem Bestand. Der blaue ist ein ganz dünner, durchsichtiger Baumwollstoff (Batist?). Die Bluse trug sich toll luftig bei den über 20° letzte Woche. Und jetzt kommen die Bilder.





 Und jetzt gehe ich mir auf dem MMM Blog anschauen, wie selbstgemachte Kleidung kombiniert werden kann.

Montag, 28. Oktober 2013

Kleines Tutorial: So kannst du Biesen in jedes beliebige Schnittteil einbauen.


 Zuerst überlege ich mir, wo ich die Biesen gern haben möchte, wie viele und wir breit sie sein sollen. Ich wähle fünf füßchenbreite Biesen. Füßchenbreit bedeutet bei mir ca 5mm. Da der Stoff an der Biesennaht doppelt liegt muss ich also mindestens 5cm breiter als das Schnittteil zuschneiden.


 Erstmal einfach nur ein Rechteck, damit später alles passt.


 Ich zeichne parallele Linien auf die rechte Stoffseite. Und zwar dort, wo die Stoffbruchkante der einzelnen Biesen sein soll. Damit ich genügend Abstand zwischen den Biesen habe, wähle ich einen Abstand von 2,5cm zwischen den Linien. Der Abstand zur Stoffkante von der ersten Biese aus sollte größer sein als ich das gemacht habe. Bei mir waren es 4cm, aber das wird später zu knapp. Seht ihr dann später.


 Dann werden die Linien gebügelt. Ich lege dazu den Stoff links auf links und bügele die gemalten Linien ein.


 Das sieht dann so aus. Man sollte natürlich aufpassen, dass man die fertigen Falzen nicht wieder wegbügelt.


 Beide Teile fertig gebügelt.


 Jetzt geht es ans Nähen. Die Falten werden nun festgenäht. Ich habe es füßchenbreit gemacht. Schmalere Biesen sehen aber auch toll aus. Dazu stelle ich die Stichlänge auf 2 mit einem einfachen Geradstich.




 Wenn beide Teile fertig genäht sind, werden die Biesen ordentlich platt gebügelt. Dazu überlege ich mir vorher, ob sie nach innen oder nach außen zeigen sollen. (Da gibt es bestimmt auch eine Regel für, aber solche Regeln sind mir Wurst.)



 Wenn dann beide Teile fertig gebügelt sind, lege ich sie ordentlich rechts auf rechts aufeinander. Die Biesen sollten genau aufeinander liegen, damit das Kleidungsstück später symmetrisch ist.


 Dann lege ich das Schnitteil darauf und schneide es aus.


 Hier könnt ihr schon sehen, dass es mit der Nahtzugabe zu den Biesen an der Innenseite ganz schon knapp wird. Aber nur durch´s Selbermachen lernt man schließlich aus Fehlern.


Fertig. Jetzt geht es ans Nähen.

 

Das fertige Kleidungsstück seht ihr dann am Mittwoch beim MMM. Die Verlinkung füge ich dann noch ein.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Ich wurde getaggt

Letzte Woche bei meinem Me Made Mittwoch Post bekam ich einen netten Kommentar von Sy Bille von DasBüroFürSchöneDinge. "Du wurdest getaggt."
Ich musste erstmal nachschauen, was das bedeutet. Dieses Internet Ding hat ja immer wieder seine eigene Sprache. Im Endeffekt ist es ein Kettenbrief, nur dass jede/r sich nach Beantwortung der Fragen selbst neue ausdenken soll.

"Hier kommen meine Fragen an euch, kurz erklärt worum es geht:
Beantworte die Fragen. 
Denke dir selbst zehn Fragen aus 
Suche dir kleine Blogs mit weniger als 200 Lesern und tagge sie 
Erzähle es den Bloggern
Zurücktaggen gilt nicht!"

Ok, dann mal los. Hier sind Sy Billes Fragen und meine Antworten:

1. Wo kaufst du deine Materialien?

Da ich nicht viel Geld zur Verfügung habe, kaufe ich meine Stoffe gern und hauptsächlich auf dem Maybachufer Markt. Dort gibt es viele gute Stoffe für wenig Geld und aber auch viel Ramsch und Plastik. Manchmal kaufe ich dort auch Kurzwaren. Die nahtverdeckten Reißverschlüsse dort sind leider nicht zu empfehlen.
Ich kaufe auch viel bei Ebay, z.B. Kurzwaren bei Jajasio oder anderen Anbietern oder auch Wolle von unterschiedlichen Anbietern. Auch Millionen von Knöpfen kann man dort finden.
Ein Knopfparadies ist natürlich der Nähkontor. Hier gibt es auch tolle Borten und hochwertige Stoffe. Wenn ich mehr Geld hätte, würde ich viel öfter dort kaufen, da Nina und ihre Partnerin das verdient haben.
Schnittmuster nehme ich meist aus der Burda, da mir Einzelschnitte zu teuer sind, aber ich habe entschlossen, wenn ich mal was Schönes brauche, kaufe ich die bei Constance, weil die nett ist und kürzlich ihren Onlineshop eröffnet hat. Er heißt Santa Lucia Patterns.


2. Hast du ein Liebligskleidungsstück ( Foto)?

Hmm, hmm, ich weiß gerade gar nicht. Ich schätze, mein liebstes ist immer das nächste. Eventuell meine Miette, da sie gemütlich und super zu kombinieren ist.



3. Kino oder Nähabend?

Kino, Nähen kann ich ja ständig.


4.Wieviel Kleidung braucht die Frau wirklich?

Das ist so eine Sache mit dem Brauchen. Realistisch gesehen brauche ich Kleidung, damit mir warm genug ist. Das wäre dann nicht viel. Das würde alles in einen kleinen Koffer passen.
Für mein Wohlbefinden brauche ich aber mindestens einen Schrank voll. Ich will ja kombinieren und öfter mal was anderes anziehen. Da brauche ich auch für jedes Kleid eine passende Strumpfhose und Strickjacke und Schuhe. Da kommt schon einiges zusammen. Dann noch Röcke und Blusen, Pullis und Hosen. Jedoch ist es wichtig, ab und an mal auszumisten und sich von Ballast zu befreien, damit die Seele nicht erdrückt wird.


5.Trägst du deine Werke mit Stolz, oder denkst du manchmal "selbstgenähter Fummel"?

Kommt beides vor, jedoch mit mehr Erfahrung und Übung und Können wird der erste Fall häufiger. Es kommt aber auch vor, dass ich weder das eine noch das andere denke und es einfach nur Kleidung ist.


6.Hast du Nähen gelernt? Wie, wann und wo war das?

Mein Opa war Herrenschneider und hat meiner Mutter einiges gezeigt und meine Mutter mir. Jedoch waren das nur Basics. Meine Mutter ist da sehr pragmatisch und faul und näht hauptsächlich einfachere Sachen. Alles weitere habe ich mir selbst mit Hilfe des Internets beigebracht. Ähnlich verhält es sich mit dem Stricken. Von der einen Oma lernte ich schon als Kind den Anschlag und die rechten Maschen und von der anderen die linken. Ich habe nie einen Kurs gemacht.
Seiten im Netz, die wirklich sehr empfehlenswert sind, sind das virtuelle Nähstudio von Husqvarna und der Blog oder der Youtube Channel von Nadelspiel.com.


7. Zukunftsperspektive: entwickelt sich der DIY Trend weiter oder wird er bald abgelöst?

Ganz ehrlich? Ist mir vollkommen egal. Ich habe das schon gemacht bevor es trendy war und werde es auch weiter machen. Generell bin ich für mehr Nachhaltigkeit, aber da eh nicht alle Nähen und Stricken, um dem kapitalistischen Konsumterror zu entgehen, spielt der DIY Trend nicht wirklich eine Rolle. Auch bei diesem Hobby gibt es Konsumterror und Überfluss.


8.Benähst du auch deine Freunde und Kinder; tragen diese die Sachen auch?

Selten, da ich da recht egoistisch bin. Klar schenke ich hin und wieder gern etwas Selbstgemachtes und das wird meines Wissens auch gern verwendet, aber da ich keine Kleidung kaufe, mir aber immer wieder etwas einfällt, das ich "dringend brauche", nutze ich die Zeit hauptsächlich für mich.
Wenn ich mal Kinder habe, werde ich die natürlich auch benähen, aber hauptsächlich werde ich die Second Hand einkleiden, habe ich beschlossen.

9.Wodurch lässt du dich inspirieren? Blogs? Zeitschriften?

Hauptsächlich durch Blogs. Ich stöbere auch hin und wieder in Online shops, um mir dort Inspiration zu holen.

10.Wenn du in deinen Kleiderschrank schaust: ist es eher geringelt, schwarz, bunt oder geblümt?

Früher war´s mal mehr geringelt, heute mehr geblümt. Ich tendiere aber auch wieder mehr zu gestreift.


Meine Fragen und an wen ich sie stelle, werde ich mir in den kommenden Tagen ausdenken.

Sonntag, 2. Juni 2013

So besiegst du Endgegner Mc Call's 4769! Mit Paspel!!!

Manche kennen es als Dreckskleid, manche behaupten, jede sollte mindestens eines davon im Schrank haben. Beim Nähkränzchen im Januar hatten wir alle Catherines Heidikleid an und das Kleid stand wirklich jeder. (Nur bei mir war die Passform suboptimal, da Cat an den wesentlichen Stellen besser proportioniert ist haha. Macht aber nichts, ich muss nur einfach eine Nummer kleiner nähen)

Warum viele an dem Kleid verzweifeln und es gern in die Ecke, aus dem Fenster oder in die Tonne schmeißen wollen, kann ich sehr gut verstehen, denn es hat so seine Tücken. Und auch wenn die Anleitung toll bebildert ist, kann man beim Reverskragen ganz schön ins Schleudern kommen. Deshalb habe ich mich entschlossen, die friemeligen Stellen in einer Foto-Love-Story einmal ausführlich zu erläutern. Da aber Mema bei Meike letztens schon diesen wunderbaren link zu einem englischen Tutorial fallen gelassen hat, lege ich noch ein bisschen oben drauf und zeige, wie ich Paspeln in Kragen und Knopfleiste verbaue.
Ich möchte an dieser Stelle noch erwähnen, dass ich davon ausgehe, dass jede, die das hier liest, schonmal ein Kleid genäht hat und weiß, wie man Abnäher macht, Nahtzugaben mit oder ohne Overlock versäubert und dass man immer zwischendurch mal bügeln sollte. Ich gehe hier nur ausführlich auf den Kragen ein.
Also los gehts.


Erstmal natürlich alle Schnitteile, die man braucht, ausschneiden. Hier sollte man beachten, dass die Nahtzugabe im Schnitt schon enthalten ist. Kragen, Revers und Knopfleiste werden mit Einlage bebügelt. Dann kann man auch schonmal den Kleidercorpus zusammennähen, sprich Abnäher in Vorder- und Rückenteil nähen, Vorder und Rückenteil an Schulter und Seite zusammennähen, Ärmel rein und auch den Rockteil mit Taschen an das Oberteil nähen. Wer sich so lange wie möglich vor dem Kragen drücken möchte kann auch schonmal säumen. Das alles ist auch schön bebildert in der Anleitung.
Ich werde die Knopfleiste nur ans Oberteil nähen und einen anderen Rockteil verwenden, weshalb ich erstmal nur das Oberteil zusammengenäht habe. Das sieht dann erstmal so aus.


Dann näht man die Knopfleiste an beide Seiten des Vorderteils. Bei der normalen Version sind sie natürlich ein ganzes Stück länger, bis zum Saum halt. Bei mir sind sie nur so kurz. Süß, oder?


Für das Einnähen der Paspel empfiehlt sich ein simpler Nähfuß für unsichtbare Reißverschlüsse. Damit kann man ganz nah an der Paspel nähen und die Naht wird schön gerade. Das Paspelband wird dazu mit der offenen Seite nach außen zur Nahtzugabe auf die rechte Stoffseite genäht.


















Wenn man dann die Knopfleiste an das Vorderteil rechts auf rechts näht, liegt das Paspelband zwischen den beiden Stofflagen. Wenn man das Teil, auf das man zuvor die Paspel genäht hat, auf der Oberseite hat, kann man wunderbar auf der gleichen Naht nähen. Dann sieht das hinterher schön sauber aus.


















































Dann geht es dem Kleid endlich an den Kragen. In der Anleitung wird empfohlen zwischen den Markierungen des bebügelten Kragenteils die Nahtzugabe einzuschneiden und nach innen zu bügeln. Das mache ich auch so, damit die Kragennaht zum Nacken hin nachher nicht extra versäubert werden muss. (Meine Kragenteile sind beide bebügelt, da ich recht weiche Einlage verwendet habe. Das mit den Einschnitten kommt nachher nach innen bzw oben.)


Das Paspelband dann wieder auf die rechte Seite nähen. (Zumindest wenn man das nicht wieder auftrennen möchte, so wie ich unkonzentriertes Ding.) Hier reicht es, die Paspel nur ab der Ecke an den Kragenseiten aufzunähen, da das kurze Stück zwischen Ecke und Kragenunterseite nachher an das Reversteil genäht wird.  Es empfiehlt sich, an den Rundungen das Paspelband einzuschneiden, damit es flach anliegt.





Dann kann man die beiden Kragenteile auch schon miteinander verbinden. dazu lege ich die bepaspelte Seite wieder nach oben und nähe auf der Naht wie eben. Dann werden die Nahtzugaben zurückgeschnitten, das Ganze umgedreht und schön gebügelt. Ich prüfe aber immer vorher, ob die Paspel gut sitzt, bevor ich da was abschneide. Sicher ist sicher.
















Bevor es an den komplizierten Teil geht, kann man schonmal den Beleg für das Revers an der langen und der ganz kurzen Seite versäubern und bei dem kurzen Stückchen die Nahtzugabe nach innen bügeln. Das wird dann später mit der Schulternaht verbunden, damit die Innenseite schön sauber aussieht.




Dann werden an den Innenecken des Beleges und des Vorderteils Sicherheitsnähte gemacht und die Ecken eingeschnitten. Das ist ganz wichtig, damit man die Teile mit dem Kragen verbinden kann und sich hier später keine Falten bilden. Ich hab mir überlegt, dass es wahrscheinlich schlauer wäre, den Beleg auf das Vorderteil zu legen und die Innenecken wirklich identisch einzuschneiden und darauf zu achten, dass man sich an die Nahtzugabe hält. Das mache ich beim nächsten Mal, denn ganz faltenfrei ist es bei meinem komischen Plastikstoff nicht geworden. (Der hat jetzt schon ein Jahr lang Platz im Stoffregal eingenommen, der musste weg).
















Jetzt kommt der Moment, dass auch ich anfange zu stecken. Wer so richtig ordentlich ist und später auch minikleinste Falten ausmerzen will, sollte an dieser Stelle ruhig heften. Und zwar folgendermaßen. Zuerst wird der Kragen mit der eingeschnittenen Seite nach oben auf die rechte Seite des Oberteils gesteckt. Dabei liegt die Ecke an der schmalen Seite des Kragens genau auf der eingeschnittenen Innenecke an der Vorderseite kurz vor der Knopfleiste. (Sorry, wer hier einen Knoten im Hirn hat, ich kann es nicht besser erklären.)






Dann wird der Beleg rechts auf rechts auf das Oberteil gesteckt. Der Kragen liegt dazwischen. Das wichtigste ist hierbei, dass die eingeschnittene Ecke des Belegs genau auf der eingeschnittenen Ecke der Vorderteils liegt. Hier stecke ich eine Nadel durch, damit ich genau den Punkt treffe.

Der Zipfel hier rechts unten ist die Kragenecke, oben liegt das Vorderteil.

Kragenecke andere Seite und die Innenecke des Belegs.


 Die Stoffalten, die auf beiden Seiten entsteht falte ich flach zusammen, so dass die Falte wie ein Abnäher genau auf die Ecke zuläuft. Je sauberer die Falte von der Ecke weg zeigt, desto weniger Falten hat man nachher mit eingenäht.




Jetzt kann das ganze Ding zusammen genäht werden. Den Beleg kann man bis zur Knopfleiste runter festnähen. Sinnvoll ist natürlich auch, die Naht sauber zu nähen und sich an die Vorgabe für die Nahtzugabe zu halten. Es macht sich gut, genau bis zu der Ecke, wo auch vorher die Nadel steckte zu nähen, die Nadel drin zu lassen, den Stoff zu drehen und weiter zu nähen.





















Bevor man jetzt die Nahtzugabe wegschneidet, versäubert oder overlockt, lieber erstmal umstülpen und schauen, ob man vielleicht doch noch was auftrennen muss, weil man z.B. wie ich eine Falte eingenäht hat. Sitzt alles gut, kann man versäubern, umstülpen und Bügeln.

Von innen
Das andere Innen

Jetzt noch die Naht in den Kragen bügeln und die umgebügelte Nahtzugabe feststeppen und die oberen Belegenden per Hand an die Schulternähte nähen.




Voila! So schwer war es doch gar nicht, oder?



Ziemlich faltenfrei, oder?
Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt und ausreichend bebildert. Wer Fragen hat, stellt sie bitte. Ich werde dann versuchen, den Text zu verbessern.