Sonntag, 23. Dezember 2012

In der Weihnachtsfabrik...

So, da hab ich mal fix an meinem freien Wochenende meine Weihnachtsgeschenke fertig gebastelt. Manche würden sagen:"Uhh, Selbstgebastelt??!!!" Aber da können alle soviel lästern wie sie wollen, meine Familie/Freunde freuen sich immer über selbstgebastelte Sachen von mir.

Dieses Jahr habe ich wirklich rein gar nichts gekauft. Ich hab irgendwie ein Problem mit dem Weihnachtsgeschenke-Terror, den viele Menschen sich machen. Ins Alexa ginge ich während der Adventszeit höchstens mit einer Kettensäge bewaffnet. Abgesehen davon hat meine Mutter letztes Jahr geschimpft. Sie meinte, sie freue sich zwar, aber sie möchte nicht, daß ich Geld für sie ausgebe, da sie ja weiß, daß ich keins hab. Also gibt es dieses Jahr auch nichts gekauftes.

Ich habe genäht, gebastelt und haufenweise Plätzchen gebacken und kann mich jetzt glücklich vor den Fernseher schmeißen. Ich muß später nur noch alles einpacken...

Zwei Geschenke möchte ich gern zeigen.
Falls sich irgendwer interessiert. Den Schnitt habe ich mir ausgedacht und habe haufenweise Fotos gemacht. Ich könnte also nach den Feiertagen ein Tutorial machen. Also wenn Interesse besteht, einfach sagen.


Und jetzt wünsche ich allen ein wunderschönes Weihnachtsfest!


Samstag, 22. Dezember 2012

Geh und spiel mit deinen Puppen, Baby!

Wie vielleicht jemand mitbekommen hat, habe ich mich recht lautlos aus dem Weihnachtskleid Sew Along rausgeschlichen. Ich habe meinen Kleidungswunsch erstmal hinten angegestellt und etwas anderes gemacht.
Meine kleine verrückte Lieblingsazubinekollegin hatte Geburtstag am Dienstag und ich habe ihr ein Geschenk genäht. Man muß dazu erwähnen, daß sie nicht nur verrückt ist, sondern auch auf Kätzchen, Einhörner, flauschige Dinge, Leopardenmuster, flauschige Dinge und rosa Haare steht. Und auf das Kleid, das Baby beim Schlußtanz von Dirty Dancing trägt.
In Anlehnung an dieses Kleid nähte ich ihr aus einem großen Haufen übelkeiterregendem Stoff einen schön schwer fallenden Tellerrock. Da sich niemand so richtig einigen kann, ob dieses Kleid jetzt eigentlich rosa oder weiß ist, entschied ich mich für mehrere Schichten rosa und weiße Stoffe.
 Mein Kater, die kleine Prinzessin, fand den Haufen großartig. Leider gibt es kein Beweisfoto, nur Katzenhaare, die hinterlassen wurden.

Der Tellerrock besteht aus vier ganzen Tellern, einem Bund und einem Reißverschluß, den ich in einen Abnäher gearbeitet habe. Die unterste Schicht besteht aus weißem Futtersatin, darüber rosa Schleiertüll, darüber rosa Chiffon und ganz oben weißer Chiffon. Alle Stoffe sind vom Maybachufer und haben insgesamt vielleicht 20€ gekostet. Den Baumwollstoff und Einlage für den Bund und den Reißverschluß hatte ich noch hier rumliegen.
Es war gar nicht so einfach, den Reißverschluß ordentlich an die 4 Lagen Stoff zu nähen und vor allem den Saum einigermaßen gerade zu bekommen. Da habe ich ein wenig schlechte Laune bekommen.
Irgendwann kam dann der typische Punkt von "Ist mir egal, ich lass das jetzt so." Da war es dann auch fast schon 2 Uhr.
Eingepackt sah es dann so aus.
Übrigens ist in dem rosa Päckchen das großartige Buch von Frau Nahtzugabe. Schließlich will ich nicht immer nur für andere Menschen nähen, sondern mit ihnen. Und die Kleene würde sich immerhin gern selbst eine Nähmaschine schenken hat sie gesagt.

Wie erwünscht und erwartet war die Freude riesengroß fast so groß wie die Freude über das kniehohe flauschige Einhorn und es wurde sofort anprobiert.


 (Leider sind die Farben mal wieder nicht so gut.)
Da hat sich die Mühe ja gelohnt. Puh!

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Me Made Mittwoch #4

Dieses Kleid ist der Beweis dafür, daß Sachen, die ich an anderen toll finde, nicht unbedingt perfekt für mich sein müssen.
Beim Schlendern am Maybachufer im Zuge des Berliner Bloggerinnentreffens hatte Frau Knopf so ein schönes Kleid an. Es war wunderhübsch und stand ihr phantastisch. Sie verriet mir, daß es sich um ein Schnittmuster aus der vorletzten Nähmode handelt. Ich bin dann natürlich direkt losgezogen und hab mir die Zeitschrift gekauft.
Stoffe hatte ich noch genug in meinem Stofflager. Ich habe extra einen meiner Lieblingsstreichelstöffchen für den Kragen und die Ärmelmanschetten angeschnitten und eine blaue Paspel verarbeitet. Mit der Verarbeitung bin ich insgesamt auch sehr zufrieden.

Und Tadaaa, es sieht aus wie eine Kittelschürze.



Ich hab im Nachhinein überlegt, daß ich den zweiten Stoff lieber hätte weglassen sollen. Abgesehen sind mir die Ärmel etwas doll und die Passform ist nicht optimal. Ich bin zu krumm für ein Kleid aus nur 2 Schnittteilen. Aber geändert wird da jetzt nichts mehr dran.
Ich mag es trotzdem und ziehe es auch an. Und ich habe wieder etwas gelernt. An Biesen hatte ich mich noch nicht rangetraut, musste jetzt aber feststellen, daß sie pupseinfach sind. Also freut euch schonmal auf Biesen, Biesen und noch mehr Biesen... demnächst... im neuen Jahr bei Faden verloren.

Bitte hier entlang Klick

Dienstag, 11. Dezember 2012

Schlaburtstaaaaag!

Ich freue mich ganz doll über mein erstes Geschenk!



Erst gehen wir zum Cirque du Soleil, oder umgekehrt.
Ehrlich gesagt weiß ich grad gar nicht genau, über welchen Geschenkteil ich mich mehr freue ;-)
Jippih!



34 ist aber irgendwie komisch.

Samstag, 8. Dezember 2012

Weihnachtskleid Sew Along Teil 2

Ich bin etwas spät dran. Die Erklärung dafür ist eine kleine Stofffrustration meinerseits. Aber jetzt haben wir uns wieder versöhnt.

Als ich letzten Sonntag guter Dinge mein Stöffchen auf den Tisch warf, um einen schönen halben Teller daraus auszuschneiden, war ich erstmal sehr verwundert, daß ich das Karo nicht komplett aufeinander treffend legen konnte. Na, wer findet den Fehler?

Wenigstens hatte ich damit die Erklärung, warum ein so schöner warmer Wollstoff nur 5€ der Meter kostet.
Der Webfehler lässt sich partout nicht in einen Tellerrock einbauen ohne daß die einzige Naht völliges Karo Wirrwarr bildet. Das ließ mich den Stoff wieder in den Schrank zurücklegen und erstmal etwas anderes nähen.

Morgen werde ich probieren, ob ich den Fehler in den Tellerrock einbauen kann, wenn ich ihn aus zwei Teilen zuschneide. Wenn nicht, werde ich einen Kellerfaltenrock daraus nähen, habe ich jetzt entschlossen. Und dazu eine neue Bluse. Darauf freue ich mich.

Und hier gibt es die Teilnehmerinnen, die schon weiter sind als ich.

Freitag, 30. November 2012

Konsumverweigerung

Ich gehe nicht mehr shoppen. Ich habe jetzt schon seit Monaten keine Klamotten mehr gekauft. Das hat jetzt auch nicht primär mit meiner prekären finanziellen Lage zu tun. Ich will das einfach nicht mehr.

Die Gründe dafür sind vielschichtig und haben sich immer weiter zugespitzt. Ich fange mal vorn an.
Als Jugendliche haben meine Schwester, die nichtmal 2 Jahre älter ist, und ich zusätzlich vom Taschengeld auch noch Klamottengeld bekommen. Ich glaub, meine Mutter hat irgendwann einfach eingesehen, daß Klotten shoppen mit zwei pubertierenden Mädchen einfach unerträglich ist und sich auf unsere Idee eingelassen. Wir sind dann nach einigem Sparen alle Jubeljahre samstags vom Sauerland mit dem Zug nach Dortmund gefahren. Nur zum Shoppen. Die Stadt war für uns Landeier das absolute Paradies und wir haben unser ganzes Erspartes auf den Kopf gehauen. Dort haben wir dann unseren ersten H&M entdeckt und waren ganz hin und weg. Abgesehen von diverser Directionsfarbe und Punk oder Gothic Klamotten war der H&M für uns das Größte. Ich weiß noch genau wie glücklich ich war, als der erste Schwede dann auch in Paderborn, das ja deutlich einfacher zu erreichen war, aufgemacht hat.

Seitdem habe ich dort schätzungsweise ein paar Tausend Euro hingeschleppt. Und auch zu C&A, Pimkie, Orsay und Konsorten.

Irgendwann habe ich dann aber angefangen, mich zu fragen, warum die Sachen eigentlich so günstig sind. Die Masse allein macht den Preis ja auch nicht so klein. Wie ja wahrscheinlich bei jedem mittlerweile angekommen ist, haben solch niedrige Preise immer mit Ausbeutung von Menschen, Tieren oder der Umwelt zu tun unter anderem auch auf Kosten der Qualität.

Kürzlich ist in Bangladesh in einer Nähfabrik ein Brand ausgebrochen und da die Näherinnen dort unter miesen Bedingungen arbeiten müssen und die Gebäude nicht brandsicher gemacht werden, sind über 100 Näherinnen bei dem Brand ums Leben gekommen. Diese Fabrik arbeitet vielen europäischen Firmen zu, unter anderem C&A.

Abgesehen davon sind viele der verwendeten Farben für Billigkleidung giftig und die Färber und Näherinnen werden nicht gegen giftige Dämpfe geschützt.

Mich regt es einfach immer auf, wenn alle immer Wachstum und noch mehr Wachstum wollen, die Firmen immer reicher und reicher werden und die Arbeitnehmer immer ärmer und kränker oder sogar tot. So kann das doch nicht weitergehen! Was ist das denn für eine Welt in der wir leben? Warum bekommen die Leute, die Sachen verkaufen immer viel mehr vom großen Kuchen als die Leute, die die Sachen herstellen?

So, jetzt könnte man natürlich sagen, dann geh halt in Läden, die sich an der Ausbeutung anderer Menschen, Tiere und Umwelt nicht beteiligen. Die gibt es und die sind auch unterstützenswert, aber leider leider kann ich mir das nicht leisten.

Jetzt habe ich ja das große Glück, daß ich nähen kann. Hurra! Natürlich ist mir bewusst, daß die niedrigen Preise am Maybachufer auch nicht mit rechten Dingen zugehen können, aber immerhin lasse ich so ein Glied der Ausbeutungskette aus und ersetze es durch mich selbst.
Jetzt muß ich nur noch Schuhe machen können!

Mittwoch, 28. November 2012

Me Made Mittwoch #3

Heute stelle ich euch mein nagelneues Stewardess Kostüm vor. Die Bluse und der Rock sind bei meinem kleinen Nähmarathon am Wochenende entstanden, die Strickjacke hab ich schon länger. Die habe ich momentan fast jeden Tag an, also zumindest, wenn ich nach draußen gehe, weil sie so schön warm ist.

 Die Bluse ist Retro Chic aus der Nähmode. Ich habe sie aus rotem Leinen und blauer Pünktchen Baumwolle genäht. Der Rock ist der Kellerfaltenrock 116B aus der Burda 9/2012  Er besteht aus einem recht festen Stoff, ich schätze auch eine Baumwolle. Die Stoffe sind alle vom Maybachufer.
Den Rock habe ich unten mit Zackenlitze verziert und oben mit einer Paspel. Ich bin ein wenig stolz darauf, wie ordentlich er innen aussieht. Ich gebe mir immer mehr Mühe. Also manchmal jedenfalls. Meistens friemel ich mir einen zurecht, das kann man keinem zeigen. Aber solange es von außen einigermaßen aussieht ist mir die Innenansicht schnuppe.



Ich hab mich schon seit Wochen auf den heutigen Tag gefreut, da ich heute morgen einen Friseurtermin hatte. Leider bin ich schon am Wochenende total vergrippt gewesen und habe mich dann extra zwei Tage lang krank zur Arbeit geschleppt und mich mit Drogen in Form von Medizin vollgestopft, damit meine Kollegin mir heute endlich die Haare abschneidet. Was tut man nicht alles für die Schönheit  ;-) Das erste Foto ist dann auch schon im Salon entstanden. Ich hab natürlich noch viel mehr gemacht, aber die Farben sind sehr seltsam geworden. Zum Glück konnte ich meinen Freund noch überreden, das letzte trübe Tageslicht auszunutzen und mich vorm Schlafzimmer zu fotografieren. Dankeschön dafür! 

Und last but not least kommt noch ein Foto, das mein Freund jetzt gerade, während ich tippe, gemacht hat.

Die andere schicken selbstgemachten Klamöttchen kann man hier bei der tollen Wiebke als Gastgeberin bewundern.