Sonntag, 4. Januar 2015

Was ich so in letzter Zeit gemacht habe...

Das alte Jahr ist um und es regnet allerorten Jahresrückblicke. Ich will eigentlich gar nicht so weit zurück. Mein Jahr verlief gefühlt latent ereignislos. Aber da ich jetzt schon mal dabei bin, schreibe ich die Höhepunkte des Jahres auf.

Die AnNäherung, organisiert von Mamamachtsachen, Drehumdiebolzeningenieur und Alle Wünsche werden wahr war ein absolutes Sahnestück von Nähkränzchen. Sowas habe ich noch nicht erlebt und ich bin voller Vorfreude auf Teil 2 in zwei Wochen. Ein Wochenende mit an die 40 Frauen mit Nähmaschinen und Zubehör, mit tollen Projekten und ganz viel Nähnerdflausch. Obwohl wir Berlinerinnen gesegnet sind mit viel Nähnerdbesuch und gemeinsamen Marktrunden, durfte ich hier doch noch einige tolle Bloggerinnen kennenlernen, die mir bis dato entgangen sind. <3

Apropro Nähnerdflausch, ein Wort, dass Frau Siebenhundertsachen ins Leben gerufen hat, um die Erfahrungen aus ihrem Wichtel-Sew-Along "Stoffwechsel" im Nachhinein zu beschreiben. Auch ich habe teilgenommen und es ebenso empfunden. Wieviel Liebe und Respekt so eine community vereinen kann, ich schätze, da können sich einige Gemeinschaften eine Scheibe von abschneiden. Beide Sew Alongs, im Frühjahr und im Herbst, haben mir sehr viel Spaß gemacht. Besonders aber der zweite, bei dem ich Siebenhundertsachen bei den Vorbereitungen ein bisschen unterstützt habe, hat mir freundschaftlich gesehen noch mehr gebracht. <3

Ein anderer Höhepunkt war meine neue Nähmaschine, die ich mir im Frühjahr durch einen unerwarteten Geldsegen gönnen konnte. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Janomé und begeistert von den vielen verschiedenen Füßchen, die ich bisher habe. <3

Ganz baff war ich über die rege Teilnahme an meinem ersten eigenen Sew Along. Gemeinschaftlich haben wir Badeklamotten für uns genäht. Das war toll und hat mir zu einem gern getragenen Bikini verholfen.

Was Ende 2012 begann und 2013 weiterging, wurde 2014 weiter fortgeführt. Die Begeisterung über unsere Vernetzung hält an und brachte mir viele tolle Begegnungen und Internetfreundschaften. Ich nähte meine erste Unterhose, meinen ersten Bikini, meinen ersten Wintermantel und mein erstes Kostüm. Das hat mich unglaublich viel weiter gebracht. Nichts kann mich mehr aufhalten. Ich bin jetzt soweit, dass ich sagen kann, mir fällt kein Kleidungsstück mehr ein, dass ich mir nicht zutrauen würde selbst zu nähen. Toll. Für 2015 ist geplant, Schnitte selbst herzustellen und keine Kaufschnitte mehr zu benötigen. Da freue ich mich sehr drauf.

Beruflich und persönlich ist 2014 nicht viel passiert, da darf man gespannt sein, was 2015 so kommt.

Kommen wir jetzt zu dem Grund, warum, ich seit dem 07.12.2014 nicht mehr gebloggt habe. Ich erwähnte bereits, dass wir umgezogen sind. Wir dachten uns, ach komm, wir machen Doppelmiete, dann haben wir schön viel Zeit und nicht so'n Stress. Pustekuchen. Der ganze Dezember war ein einziger Stress.

Zusätzlich zur normalen Arbeit haben wir die neue Wohnung gemalert, ein Bett gebaut, vor dem eigentlichen Umzug einige gebrauchte Möbel quer durch Berlin geschleift, mein neues Nähzimmerchen eingerichtet und haufenweise Kisten hergeschleppt, den Umzug mit fetter Erkältung mit sehr wenig Helfern (die ich alle angesteckt habe. Sorry!!!) gemeistert und die alte Wohnung gemalert. Dazu kam der Weihnachtsterror, da ich im letzten Moment noch die geplanten Geschenke genäht habe und wir wieder Family-Hopping betrieben haben. Puh. Aber jetzt ist es geschafft. Weihnachten und Silvester sind vorbei und der Ex-Vermieter hat uns die Wohnung auch abgenommen. Jetzt haben wir wieder mehr Zeit.

Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Chrissy, die trotz laufenden Geburtstagspartyvorbereitungen den Vormittag mit Möbelschleppen verbracht hat. Danke!


So, und nun die Beweisfotos.

Teil 1: Wir bauen ein Bett.

Zuerst stütze man den Querbalken.
Es ging darum, das Bett so stabil zu bauen, dass die Wände so wenig wie möglich belastet werden.
Dazu müssen die Stützbalken natürlich auf Maß geschnitten werden.

So ist das Ganze schon stabil, erhält aber zur Sicherheit noch vorn Stützen.
Ein Balken in der Mitte hätte als Stütze gereicht, aber dort wird eine von zwei Kommoden stehen.
Ein stabiles "Lattenrost"
Derzeit sieht es so aus.  
Am Bett wird noch vorn ein Brett als Verkleidung und rechts ein Vorhang angebracht und rechts und links neben dem Bett kommt über die volle Länge eine Ablage, die dann mit der Wand abschließt.


Teil 2. Das Nähzimmer

Neue alte Möbel für mein Nähzimmerchen
Noch nicht ganz fertiges Nähzimmer nach erstem Gebrauch


Teil 3.: Weihnachtsgeschenke

Baby-Jacken-Einsatz für die Schwägerin

Jackeneinsatz von innen
 Leider habe ich die anderen Geschenke vergessen zu fotografieren. Schade.

Der Kater hat sich inzwischen weitestgehend eingelebt.
Jetzt wird es ruhiger und ich kann wieder durchatmen, auch wenn in nächster Zeit einiges ansteht. Aber wenigstens haben wir jetzt keine Deadline mehr.

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr mit wenig Stress, voller Gesundheit, viel Liebe und ganz vielen tollen Projekten.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Weihnachtskleid Sew Along

Ich muss es wohl einsehen, dass es dieses Jahr nichts wird mit dem Weihnachtskleid uns mir. Da wir nächste Woche umziehen, werde ich einfach keine Kleidnähzeit haben.

Heute wird die neue Wohnung gemalert, nächstes Wochenende ziehen die Möbel um und dann müssen wir die alte Wohnung ebenfalls noch malern. Puh.
Falls ich vor Weihnachten alle Stoffkisten schon ausgepackt habe und ein wenig Zeit zum Nähen finden sollte, werde ich diese für Weihnachtsgeschenke nutzen (müssen).

Schade, schade, schade.
Aber ich finde es toll, dass es wieder einen Sew Along gibt und Dodo und Juli ihn organisieren. Besonders gespannt bin ich natürlich auf die amerikanische Weihnachtsgeschichte.
Also wenn ihr in nächster Zeit nichts von mir hört, liegt es daran, dass ich hier Kisten stapele.
Ich wünsche euch eine schöne Adventszeit!

Montag, 1. Dezember 2014

Stoffwechsel Finale

Nachdem im letzten Post relativ einstimmig abgestimmt wurde, was ich nähen soll, habe ich mich auch ganz brav daran gehalten. Nur zwei Dinge habe ich noch geändert. Zum einen wollte ich die Pattentaschen in einer Art Schleifenvariante ausprobieren und zum anderen musste ich, nachdem ich Frau 700Sachen's tollen Trägerrock bewundert habe, unbedingt noch Träger basteln.

Genäht habe ich den Rock dann gestern, als die ersten sich hier schon verlinkt haben. Und heute habe ich ihn dann gleich eingetragen und ich bin sehr zufrieden.


Bei dem Schnitt handelt es sich um lauter Einzelteile. Das Vorderteil ist aus einer 70er Jahre Burda. Ich hatte die Falten und Abnäher zugesteckt, mit meinem Standard Vorderrock verglichen und für gut befunden. Die Taschen habe ich selbst dazu gebastelt, da keine vorgegeben waren. Da Seitennahttaschen manchmal unschön an den falschen Stellen beulen, habe ich Pattentaschen genäht.


Das Hinterteil ist einfach mein Standardschnitt. Ich fand Mehrweite durch Falten hinten nicht nötig. Der Bund ist vom Hollyburn, da er gut passt. Vorher habe ich einfach immer gerechnet und gemessen. Allerdings ist auch noch Platz im Bund. Ich kann also auch ein Weihnachtessen mit reinstecken.


Die Träger habe ich gemessen, im schrägen Fadenlauf zugeschnitten und dann ordentlich gekürzt. Unglaublich, was der schräge Fadenlauf ausmacht. Ich habe nur die unteren Enden, wo die Knopflöcher sitzen mit Einlage verstärkt. Ich habe gedacht, das ist vielleicht eine ganz gute Sache, wenn die Träger abknöpfbar sind, falls ich mich damit nicht so wohlfühle.


Da ich mich aber sehr wohlfühle, bleiben die dran.

Liebe Wichtelpatin,
ich habe wenig Ahnung, wer du bist und freue mich sehr auf die Auflösung. Eine Theorie habe ich, aber die ist zu schlapp um sie zu äußern. Jedenfalls danke ich dir sehr für den tollen Stoff und ich hoffe, du freust dich mit mir über das Ergebnis. Bitte schreibe mir doch deine Adresse per mail an katzkowski ät gmail dot com, damit ich dir deine Schnittmuster zurück schicken kann. Auch für die danke ich dir sehr und versichere, dass ich sie bestimmt noch mal verwenden werde.

Und jetzt füge ich mich in den Reigen der Mitwichtelnden ein.

Samstag, 29. November 2014

Wie eklig ist das denn?


Das war meine erste Reaktion als mein Freund mir Wessi von süß-sauren Eiern erzählt hatte. Eier mit Essig und Zucker? Ich konnte mir so gar nicht vorstellen, dass das schmecken soll. Da eine für dieses Gericht nicht viel braucht, war es ein typisches Arme-Leute-Essen in der DDR und die Schwiegermutter hat das früher oft gemacht. Mein Freund wollte mich davon überzeugen und hat das dann mal für mich gekocht. Ich war ja super misstrauisch, aber was soll ich sagen, das ist echt lecker. Kaum zu glauben. Seitdem gibt es das bei uns ständig. Mindestens 3mal im Monat würde ich behaupten.

Neulich fragte jemand bei Twitter, welche all-time-favourite Gerichte wir so haben und als ich von den süßsauren Eiern erzählte, waren manche überrascht, dass ich das kenne und manche neugierig, was das wohl ist. Wahrscheinlich waren einige angeekelt wie ich damals. Aber lasst euch sagen, probiert es aus. Meine Variante ist einfach, lecker und vegetarisch und relativ schnell zu machen. Ich habe früher frei Schnauze gewürzt, aber für euch eine gute Mischung abgemessen.
Ihr benötigt folgende Zutaten für 2-3 Personen:

Kartoffelbrei
6 Eier
1 Zwiebel mittel bis groß
1 Esslöffel Essigessenz
1 Teelöffel Zucker
1 Teelöffel Salz
1 Teelöffel  Gemüsebrühepulver
1 gehäuften Esslöffel Mehl
1l kaltes Wasser
80-100g Butter
Pfeffer ordentlich, je nach Gusto

Als erstes ist Kartoffeln schälen fürs Kartoffelpüree angesagt. Wenn diese auf dem Herd stehen, kannst du mit Zwiebeln schneiden anfangen. Dann den Klotz Butter in einer großen Pfanne (Ich habe so eine Art Wok) oder in einem Topf erhitzen, die Zwiebeln kurz anschwitzen und dann einen ordentlich gehäuften Esslöffel Mehl (soviel Mehl, wie du auf einen Esslöffel drauf kriegst) dazu schmeißen. 

Die Kartoffeln stehen schon auf dem Herd
Ordentlich Butter schmelzen

Zwiebeln anbraten

ordentlich gehäufter EL Mehl


Die Zwiebelmehlschwitze sollte ein wenig bräunen, bis es nach Brot riecht. Dann den Liter kaltes Wasser unterrühren. Jetzt kannst du die oben genannte Menge an Gewürzen rein schütten und die Soße ein bisschen köcheln lassen, bis sie nicht mehr ganz so flüssig ist. Erschreck dich nicht, wenn sie dir erst mal ein bisschen sauer vorkommt, das muss so. Die Eier nehmen die Säure zum Teil wieder weg.





 Ich schlage die Eier immer erst in eine Tasse, falls mal ein faules dabei sein sollte. Dann drehe ich die Flamme kleiner und schütte die Eier in die Soße. Erstmal nicht umrühren, nur ab und an mal vorsichtig über den Pfannenboden rühren, damit nichts anbackt und solange köcheln lassen, bis das weiße fest ist. Du kannst auch das Gelbe fest werden lassen. Ich mag es lieber, wenn es noch ein bisschen cremig ist. In der Zeit kann dann auch der Kartoffelbrei angerührt werden. Fertig.
Sieht nicht so lecker aus, hmm?

Ist es aber. Hmmmm.

Guten Appetit.

*Ja, unser Herd ist nicht so picobello und wir füllen uns direkt aus dem Topf auf. Nicht schick, aber pragmatisch.

Donnerstag, 27. November 2014

Entscheidungshilfe zum Stoffwechsel-Rock

Ok, ich habe also in letzter Zeit ein paar (Probe-)Röcke genäht. Aber ich kann mich immer noch nicht so richtig entscheiden. Deshalb brauche ich zur Entscheidungshilfe eure Hilfe. Ich bitte euch, in einem Kommentar zu sagen, welchen ihr am tollsten für mich aus dem tollen Stoff fändet.



Nr 1.


















Nr. 2


















Nr. 3
















Nr. 4.
















Nr 3 und 4 sind mit Verlinkung. Dort kann man sie ein bisschen besser erkennen. Die anderen beiden habe ich bisher noch nicht in gutem Licht fotografiert.

Zum Glück wird das Linktool zum Stoffwechsel-Finale eine Woche offen sein, so dass ich auch noch genug Zeit habe, den Rock zu nähen. :-)

Vielen Dank für eure Hilfe.

Sonntag, 23. November 2014

Herbst Jacken Sew Along Finale

Ich bin schon fertig und zeige voller stolz mein Werk / Ich habe mehrere Jacken genäht und zeige die erste bzw. die Herbstvariante / Ich kämpfe noch mit den letzten Schritten (den Knöpfen, das Futter..) / Hilfe, ich habe noch ein dickes Problem und brauche euren Rat


Ich fühle mich ein kleines bisschen strebermäßig, da ich beide Projekte, die ich am Anfang des Sew Alongs geplant habe, wirklich fertig genäht habe. Und dass auch noch bis zum Finale. Und ich habe gestern auch Fotos gemacht. Woohoo!

Damit es ein bisschen weniger strebermäßig daher kommt, gibt es jetzt zuallererst ein bisschen Gemecker. Keine Sorge, nur ein bisschen.


Obwohl ich sowohl Ober- als auch Unterkragen mit Einlage verstärkt habe und der Kragen beim Nähen ziemlich dick wurde, schlappt er jetzt ganz unmotiviert rum. Wenn er sich flach auf die Schultern legt, finde ich das nicht sehr schön. Das wollte ich mit dem Gesichtsausdruck deutlich machen. Hat geklappt, oder?

Ich habe den Kragen mit ordentlich Sprühstärke getränkt und gehofft, dass es ein wirkt, aber das hat nur so mittel was gebracht. Im Netz bin ich auf Verstärkung durch Speisestärke gestoßen. Hat das schon mal eine ausprobiert? Ich werde das wohl mal an einem Rest testen und berichten.


Alles in allem bin ich aber sehr glücklich mit meinem ersten selbstgenähten Wintermantel. Das Nähen an sich fand ich nicht schwer und auch die Schnittänderung (SBA) hat supergut geklappt. Der Mantel passt wie angegossen. Ich bin nicht sicher, wieviele Schichten noch drunterpassen, halte ihn aber für sehr warm. Ich werde dann ja sehen, wie er sich bei -20°C verhält, falls wir diesmal einen Winter kriegen.


Ich habe probiert, den Futterbeleg mit dem Vorderteil zu verstürzen. Dadurch wird der vordere Saum aber recht steif. Vielleicht ist das der Grund, warum man das eigentlich nicht macht. Die Ärmel habe ich durch so eine Art Manschetten ein Stück verlängert. Ich mag einfach lieber lange Ärmel, die über die Handgelenke reichen. Ich bin ja schon ein bisschen stolz auf die faltenfrei eingenähten Ärmel. 


Ich bin nicht sicher, ob die Kellerfalte immer so weit aufsteht. Vielleicht tut sie das nur, weil ich kurz vorher im Auto saß. Ist aber so auch ok.



Mal ein Bild ohne Hände in den Taschen, damit ihr meine präferierte Ärmellänge sehen könnt. Der Gürtel ist einen Tick zu kurz geraten, viel Spielraum ist da nicht. Sollte ich dicker werden, muss ich einen neuen nähen.
Ist euch die tolle stoffbezogene Gürtelschnalle aufgefallen? Die hat mir Nina vom Nähkontor bezogen und ich liebe sie. Der kleine Obolus von 5-6€ lohnt sich meiner Meinung nach sehr, da eine passende Gürtelschnalle das Ganze nochmal aufwertet. 



Kommen wir zum Innenleben. Ich habe zum leichteren An- und Ausziehen Ärmel und Rückenpasse mit Flutschi ausgestattet. Ich hasse Flutschinähen echt, aber es muss halt sein. Den Rest habe ich aber mit alter Bettwäsche gefüttert, aus der ich bereits ein Cambie Dress genäht habe.




Die schönen Knopflöcher musste ich doch nochmal zeigen. <3

Kommen wir zu Teil 2. Den Schnitt des Jacketts konntet ihr bereits bei Catherine bewundern, die ihn mir freundlicherweise geliehen hat. Auch Susi hat ihn bereits mehrfach genäht und ihn an Monika und wie ich hörte kürzlich an die Drehumdiebolzeningenierin verliehen. Man darf also gespannt sein.


Ich jedenfalls habe mich bei Catherine in den Schnitt verliebt und beim Kauf der tollen Hütchen-Seide direkt ein Bild von dem Schnitt aus braunem Wollstoff mit der Seide als Futter vor Augen gehabt. Gesagt, ein halbes Jahr später getan.


Und ich bin sehr glücklich.  Der Schnitt hat die 40er Jahre Größe 16 und passte auf Anhieb. Ich habe lediglich an der Seitennaht in Taillen und Hüfthöhe ein bisschen zugegeben und die Schulterbreite ein wenig verkürzt. Die bei Monika beschriebene Spitzbrustproblematik mit dem Abnäher hatte ich nicht.


Wie man sieht, könnte ich eine Hohlkreuzanpassung machen, da sich am Rücken eine Querfalte bildet. Allerdings sorgt die Falte auch für Bewegungsfreiheit, den die habe ich darin ordentlich. Das Armloch ist perfekt und ich kann mich super darin bewegen. Leider müsst ihr mir das so glauben, da ich kein Beweisfoto gemacht habe.


Der Rock ist übrigens auch neu. Mein Stoffwechselproberock2, ein Hollyburn Skirt aus eine Art Samtstoff.



Auch hier bin ich sehr glücklich mit dem Innenleben, auch wenn ich wieder vergessen habe, eine Paspel zwischen Beleg und Futter zu nähen. Auch die Bewegungsfalte habe ich vergessen, aber das tut der oben beschriebenen Bewegungsfreiheit keinen Abbruch. Vielleicht ist das bei so einem körpernah sitzenden Teil ja gar nicht nötig. Dafür hat das Futter über dem Saum ein bisschen Spiel.


Ganz großes Hach für das Futter!

Das Einzige, was ich noch anders machen würde, das nächste Mal lasse ich von Anfang an, den oberen Knopf weg. Den Knopf habe ich nämlich abgetrennt und jetzt habe ich ein unnützes Knopfloch im Revers, das aber nicht weiter auffällt.
Vielleicht nähe ich auch mal eine etwas kürzere Version, denn alles in allem ist der Schnitt wirklich super. Ganz besonders toll finde ich die Abnäher am Ellbogen. Generell habe ich das Gefühl, dass die Schnitte früher irgendwie besser und ausgeklügelter waren. Vielleicht geben sich die Schnitthersteller nicht mehr soviel Mühe, weil wir das Nähen heutzutage nicht mehr von der Pike auf lernen und dadurch gar nicht wissen, was passformtechnisch alles so geht.

Puh, jetzt habe ich lange geschrieben.
Die anderen Posts des Finales sind heute bei Chrissy verlinkt, wo ich mich jetzt einreihen werde.