Mittwoch, 25. Februar 2015

MMM #42

Hallo ihr Lieben,
ich habe mich ja lange nicht blicken lassen, aber heute habe ich Fotos für euch.



Ist alles nicht neu, aber neu kombiniert.


Die Bluse habe ich hier schon mal gezeigt und den Rock hier


Die Strickjacke ist alt und gekauft. 


Ich wünsche euch einen schönen Tag. Geht euch doch auch die anderen tollen selbstgemachten Klamotten beim MMM anschauen.

Liebste Grüße
Lotti

Dienstag, 24. Februar 2015

Männer und Handarbeit

Heute morgen wurde ich durch einen Tweet der Drehbolzeningenieurin zu diesem Artikel geführt und ließ mich, obwohl ich zugeben muss, den Text nicht vollständig gelesen zu haben, zu einem Rant hinreißen.


Versteht mich nicht falsch, ich finde es toll, wenn Männer unser Hobby fröhnen. Ich bin generell Pro-Unisex und jeder Mann, der mitstricken/nähen/häkeln/sticken will ist herzlich willkommen. Da wird niemand ausgeschlossen, nur weil er ein Mann ist.

Was mich aber so stört, ist dass unser Hobby keinen besonders tollen gesellschaftlichen Stellenwert hat. Natürlich finden viele aus unserem Umfeld toll, was wir so machen, aber es gibt ja durchaus auch andere Stimmen. Viele Bloggerinnen berichteten schon über ihre Erfahrungen diesbezüglich und ich will auf einzelne Erfahrungen gar nicht eingehen. Es ist das Gesamtbild, dass mich stört.

Es ist doch nun mal so, dass wirklich alles, was der Frauenecke zugeschoben wird, in unserer Gesellschaft keinen angesehenen Stellenwert hat. Das geht mit Frauenzeitschriften (die ja wirklich meist scheiße sind) los über Erziehung, Pflege, Hausarbeit, Kosmetik bis hin zu unserem Hobby. Ihr denkt jetzt bestimmt, ach das ist gar nicht so. Ich sage euch, vergleicht das einfach mal gedanklich mit typisch "männlichen" Tätigkeiten. Was hat dann in eurem Kopf den höheren Stellenwert?

Natürlich haben wir uns das so nicht ausgesucht. Ich hab keinen Bock auf Hausarbeit und immer schön sein müssen und erst recht nicht auf Frauenzeitschriften, die einer immer vorhält, sie sei nicht schön, schlank oder willig genug. Sowas braucht kein Mensch.

Worauf will ich hinaus?

Achja. Alles was typisch Frauen zugeschoben wird, dürfen Männer nicht machen ohne dass an ihrer Männlichkeit gezweifelt wird. Jungs dürfen kein rosa Kleid anziehen ohne dass sie gleich schwul werden und Männer dürfen aus demselben Grund nicht stricken. Außer es passiert was? Auf einmal fangen coole Männer an zu häkeln und machen ein Geschäft daraus und andere coole Männer fangen an zu Nähen. Öffentlichkeitswirksam. Dann kann sich das ändern. Wenn Männer das machen, ist es vielleicht doch cool?

Ach nee, doch nicht. Nicht das weibliche Handarbeiten ist plötzlich cool, nur das Männliche.


Genau wie Mütter nicht cool sind, wenn sie mit ihren Kindern auf dem Spielplatz sind, aber Väter schon.

Natürlich finde ich es gut, wenn Väter sich kümmern und Männer nähen, aber ich möchte gern, dass es selbstverständlich ist. Ich möchte nicht, dass es vorher schwul und hinterher cool ist. Ich möchte, dass es normal ist, dass es egal ist, dass es zu gleichen Teilen unwichtig und besonders ist und dass es keine Rolle spielt, ob du eine Frau oder ein Mann bist.

Freitag, 20. Februar 2015

Blogstöckchen gegen Blogvernachlässigung


Mein kleines Blog vereinsamt und ich habe wirklich ein schlechtes Gewissen deswegen, aber eine gute und regelmäßige Bloggerin war ich ja eigentlich auch noch nie. In letzter Zeit war viel los, dann der Rechner schrott und allgemein habe ich seit Ewigkeiten keine Fotos gemacht. Ich habe also nix zu zeigen.

Habe ich was zu erzählen? Ja und nein. Wahrscheinlich wird es demnächst etwas neues geben. Man darf gespannt sein. Darüber schreibe ich wenn aber extra.

Damit mein Blog nicht völlig still gelegt ist, hat mir die liebe Cloudette ein Stöckchen zugeworfen, dass ich gern beantworte. Wahrscheinlich wird es aber hier auch versacken. Ich war noch nie gut im Werfen ;-).

Folgende Fragen hat sie sich ausgedacht:
  • Warum hast du angefangen, zu bloggen?
  • Wie kamst du auf deinen Blognamen?
  • Bist du spontan oder überlegst du lange an deinen Blogthemen rum?
  • Bist du pseudonym oder mit Klarnamen unterwegs und warum?
  • Gibt es Dinge, über die du niemals bloggen würdest?
  • Wie wichtig sind dir Zugriffe/Statistik, Likes, Kommentare?
  • Hast du Erfahrungen mit Trolls gemacht?
  • Welche Themen interessieren dich an anderen Blogs?
  • Was muss ein Text haben, damit du ihn zu Ende liest?
  • Bei wie vielen Blogs liest du so ungefähr mit? Ändert sich deine Leseliste über die Zeit?
  • Hast du schon mal persönlich mit anderen Blogger*innen getroffen?
  • Was ist für dich das Schönste am Bloggen? 

 

Warum hast du angefangen zu bloggen?

Die Frage ist ziemlich einfach zu beantworten. Ich war eine lange Zeit Leserin von diversen Blogs, hauptsächlich Näh-Blogs rund um Catherine und den Me Made Mittwoch. Ich weiß nicht mehr, wann und warum ich auf diese gestoßen bin, wahrscheinlich auf der Suche nach Nähtipps, aber ich wurde schnell Fangirl. Vor allem auch der politische Teil von Catherines Blog hatte es mir angetan. Nach und nach kamen einige andere dazu. Dann stand das Bloggerinnentreffen 2012 bevor und ich dachte mir, ich will ein Teil der Community werden, damit ich vielleicht bei einem nächsten Treffen dabei sein kann. Wie toll es wäre, diese tollen Bloggerinnen persönlich kennenzulernen. Dann, als ich mein Blog startete, ging plötzlich alles hopplahopp mit dem Teil der Community werden und entwickelt sich stets weiter. Das ist schön.

Wie kamst du auf deinen Blognamen?

Ja, so Blognamen ausdenken ist gar nicht so einfach. Zuerst hieß mein Blog kurz "Verstrickt und Zugenäht"  und ich fühlte mich toll witzig und kreativ. Leider überschätzte ich meine Originalität und übersah, dass es schon einen (oder mehrere?) Blog mit dem Namen gab. Ich wurde von der Bloggerin nett darauf aufmerksam gemacht und benannte mein Blog sofort um in "Faden verloren". Passt auch ganz gut zu mir, passiert mir ständig. Es musste aber auch ein persönlicher Name her, mit dem eine Kommentare unterschreiben kann usw. Ich nahm kurzerhand den Namen meiner Katze.

Bist du spontan oder überlegst du lange an deinen Blogthemen rum?

Eigentlich kann eine davon ausgehen, dass Posts, die im Entwürfeordner rumliegen, diesen auch nie verlassen. Ich schreibe meist, was mir auf der Seele brennt und veröffentliche sofort.

 

Bist du pseudonym oder mit Klarnamen unterwegs und warum?

Ich bin pseudonym, aber mit Kopf. Ich habe einfach keine Lust, dass mich Leute aus dem Realleben, oder noch schlimmer aus dem Berufsleben, suchen und auf mein Blog stoßen. Das geht die einfach nix an und ich möchte selbst bestimmen, wer welche Seiten von mir kennenlernen darf. Da ich nicht bei Facebook bin und somit keine Bilder von mir mit meinem Namen verknüpft sind, kann ich es mir leisten, trotzdem mit Kopf zu bloggen.

 

Gibt es Dinge, über die du niemals bloggen würdest?

Joah, die gibts. Ich blogge ja über vieles nicht. Ich gebe nur Details meines Privatlebens an und würde z.B. keine Fotos meiner Privatmenschen zeigen, um deren Persönlichkeitsrechte zu wahren. Generell blogge ich aber auch hin und wieder über meine Meinung zum Weltgeschehen. Leider viel zu selten. Generell blogge ich natürlich nur über Dinge, die mich selbst interessieren. Da ich mich für vieles nicht interessiere, ist die Vielfalt deutlich eingeschränkt. :-D

 

Wie wichtig sind dir Zugriffe/Statistik, Likes, Kommentare?

Nicht so sehr wichtig. Natürlich freue ich mich immer sehr über Likes und Kommentare, aber ich brauche da nicht sooo die Masse. Ich freue mich z.B. mehr über einen detaillierten Kommentar als über viele Beifallsbekundungen. Leider bin ich selbst eine ebenso schlechte Kommentatorin wie Bloggerin. Das ärgert mich dann an mir selbst. Manchmal erstaunt es mich selbst sehr, wie viele dann doch immer wieder bei mir reinschauen, obwohl ich schon ewig nix geschrieben habe. Ich bin generell eher unehrgeizig und brauche keine horrenden Zugriffszahlen für mein Ego. Mir ging es immer nur darum, teil zu haben an dem großen Ganzen und nicht, der Mittelpunkt zu werden. Aber ich gucke regelmäßig in die Statistik, allein schon, um mich über die Suchbegriffe, aufgrund derer Leute auf meinem Blog landen, zu beömmeln.

 

Hast du Erfahrungen mit Trolls gemacht?

Nö. Dafür ist mit Sicherheit mein Leserinnenkreis zu klein. Sollte ich mich aber mehr mit feministischen oder anderen *istischen Themen auseinander setzen, bin ich auf Trolle gefasst. Zum Glück habe ich immer schon ein dickes Fell gehabt.

 

Welche Themen interessieren dich an anderen Blogs?

Hauptsächlich bin ich interessiert an anderen Nähblogs, sozialpolitischen Themen und natürlich lustigen Familiengeschichten.

 

Was muss ein Text haben, damit du ihn zu Ende liest?

Entweder etwas aufschlussreiches oder fesselndes. Manchmal gucke ich auch nur die Bilder.

 

Bei wie vielen Blogs liest du so ungefähr mit? Ändert sich deine Leseliste über die Zeit?

Ja, die Leseliste ändert sich schon ab und an. Manchmal kommt was neues hinzu und manchmal trenne ich mich auch von Blogs. Bei den meisten Blogs aus meiner Linkliste gucke ich immer rein, wenn was neues gepostet wurde. (Außer Kuchenposts ;-) )  Also ich würde mal sagen, dass ich mindestens 20 Blogs komplett verfolge. Leider schränkt die Masse zeitlich auch arg mein Kommentierverhalten ein.

 

Hast du schon mal persönlich mit anderen Blogger*innen getroffen?

JAAAAAA! <3 Ich habe inzwischen die meisten Bloggerinnen  aus meiner all time favourite Liste persönlich getroffen und bin immer noch Fangirl. Diese Nähbloggerinnen-Ecke ist wirklich auch in echt sehr flauschig, die meisten Bloggerinnen sind auch im real life sehr toll. Das Schöne an Berlin ist ja, dass sie über kurz oder lang alle hierher kommen. Und wenn sich vorher angekündigt wird, entstehen tolle Runden über den Maybachufermarkt.

 

Was ist für dich das Schönste am Bloggen? 

Das ist auch schon das Schönste am Bloggen für mich. Über das Bloggen habe ich viele tolle Menschinnen mit dem selben Hobby und auch ähnlichen Ansichten kennengelernt. Die Vernetzung untereinander ist einfach toll. Viele sind hilfsbereit und dann werden auch einfach mal Schnittmuster, Stoffe oder Zubehör quer durch Deutschland verschickt. Diese Vernetzung ist noch intensiver geworden durch Twitter und Treffen in echt. Inzwischen bin ich davon so ausgefüllt, dass ich das Gefühl habe, mein Blog gar nicht mehr zu benötigen. Aber natürlich will ich weiterhin nicht nur Nutznießerin sein. An einer guten Lösung für dieses Dilemma bin ich dran. Man darf also gespannt sein.


Hiermit versumpft dieses Stöckchen. Ich hoffe, es war ein wenig aufschlussreich für euch.

Sonntag, 4. Januar 2015

Was ich so in letzter Zeit gemacht habe...

Das alte Jahr ist um und es regnet allerorten Jahresrückblicke. Ich will eigentlich gar nicht so weit zurück. Mein Jahr verlief gefühlt latent ereignislos. Aber da ich jetzt schon mal dabei bin, schreibe ich die Höhepunkte des Jahres auf.

Die AnNäherung, organisiert von Mamamachtsachen, Drehumdiebolzeningenieur und Alle Wünsche werden wahr war ein absolutes Sahnestück von Nähkränzchen. Sowas habe ich noch nicht erlebt und ich bin voller Vorfreude auf Teil 2 in zwei Wochen. Ein Wochenende mit an die 40 Frauen mit Nähmaschinen und Zubehör, mit tollen Projekten und ganz viel Nähnerdflausch. Obwohl wir Berlinerinnen gesegnet sind mit viel Nähnerdbesuch und gemeinsamen Marktrunden, durfte ich hier doch noch einige tolle Bloggerinnen kennenlernen, die mir bis dato entgangen sind. <3

Apropro Nähnerdflausch, ein Wort, dass Frau Siebenhundertsachen ins Leben gerufen hat, um die Erfahrungen aus ihrem Wichtel-Sew-Along "Stoffwechsel" im Nachhinein zu beschreiben. Auch ich habe teilgenommen und es ebenso empfunden. Wieviel Liebe und Respekt so eine community vereinen kann, ich schätze, da können sich einige Gemeinschaften eine Scheibe von abschneiden. Beide Sew Alongs, im Frühjahr und im Herbst, haben mir sehr viel Spaß gemacht. Besonders aber der zweite, bei dem ich Siebenhundertsachen bei den Vorbereitungen ein bisschen unterstützt habe, hat mir freundschaftlich gesehen noch mehr gebracht. <3

Ein anderer Höhepunkt war meine neue Nähmaschine, die ich mir im Frühjahr durch einen unerwarteten Geldsegen gönnen konnte. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Janomé und begeistert von den vielen verschiedenen Füßchen, die ich bisher habe. <3

Ganz baff war ich über die rege Teilnahme an meinem ersten eigenen Sew Along. Gemeinschaftlich haben wir Badeklamotten für uns genäht. Das war toll und hat mir zu einem gern getragenen Bikini verholfen.

Was Ende 2012 begann und 2013 weiterging, wurde 2014 weiter fortgeführt. Die Begeisterung über unsere Vernetzung hält an und brachte mir viele tolle Begegnungen und Internetfreundschaften. Ich nähte meine erste Unterhose, meinen ersten Bikini, meinen ersten Wintermantel und mein erstes Kostüm. Das hat mich unglaublich viel weiter gebracht. Nichts kann mich mehr aufhalten. Ich bin jetzt soweit, dass ich sagen kann, mir fällt kein Kleidungsstück mehr ein, dass ich mir nicht zutrauen würde selbst zu nähen. Toll. Für 2015 ist geplant, Schnitte selbst herzustellen und keine Kaufschnitte mehr zu benötigen. Da freue ich mich sehr drauf.

Beruflich und persönlich ist 2014 nicht viel passiert, da darf man gespannt sein, was 2015 so kommt.

Kommen wir jetzt zu dem Grund, warum, ich seit dem 07.12.2014 nicht mehr gebloggt habe. Ich erwähnte bereits, dass wir umgezogen sind. Wir dachten uns, ach komm, wir machen Doppelmiete, dann haben wir schön viel Zeit und nicht so'n Stress. Pustekuchen. Der ganze Dezember war ein einziger Stress.

Zusätzlich zur normalen Arbeit haben wir die neue Wohnung gemalert, ein Bett gebaut, vor dem eigentlichen Umzug einige gebrauchte Möbel quer durch Berlin geschleift, mein neues Nähzimmerchen eingerichtet und haufenweise Kisten hergeschleppt, den Umzug mit fetter Erkältung mit sehr wenig Helfern (die ich alle angesteckt habe. Sorry!!!) gemeistert und die alte Wohnung gemalert. Dazu kam der Weihnachtsterror, da ich im letzten Moment noch die geplanten Geschenke genäht habe und wir wieder Family-Hopping betrieben haben. Puh. Aber jetzt ist es geschafft. Weihnachten und Silvester sind vorbei und der Ex-Vermieter hat uns die Wohnung auch abgenommen. Jetzt haben wir wieder mehr Zeit.

Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Chrissy, die trotz laufenden Geburtstagspartyvorbereitungen den Vormittag mit Möbelschleppen verbracht hat. Danke!


So, und nun die Beweisfotos.

Teil 1: Wir bauen ein Bett.

Zuerst stütze man den Querbalken.
Es ging darum, das Bett so stabil zu bauen, dass die Wände so wenig wie möglich belastet werden.
Dazu müssen die Stützbalken natürlich auf Maß geschnitten werden.

So ist das Ganze schon stabil, erhält aber zur Sicherheit noch vorn Stützen.
Ein Balken in der Mitte hätte als Stütze gereicht, aber dort wird eine von zwei Kommoden stehen.
Ein stabiles "Lattenrost"
Derzeit sieht es so aus.  
Am Bett wird noch vorn ein Brett als Verkleidung und rechts ein Vorhang angebracht und rechts und links neben dem Bett kommt über die volle Länge eine Ablage, die dann mit der Wand abschließt.


Teil 2. Das Nähzimmer

Neue alte Möbel für mein Nähzimmerchen
Noch nicht ganz fertiges Nähzimmer nach erstem Gebrauch


Teil 3.: Weihnachtsgeschenke

Baby-Jacken-Einsatz für die Schwägerin

Jackeneinsatz von innen
 Leider habe ich die anderen Geschenke vergessen zu fotografieren. Schade.

Der Kater hat sich inzwischen weitestgehend eingelebt.
Jetzt wird es ruhiger und ich kann wieder durchatmen, auch wenn in nächster Zeit einiges ansteht. Aber wenigstens haben wir jetzt keine Deadline mehr.

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr mit wenig Stress, voller Gesundheit, viel Liebe und ganz vielen tollen Projekten.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Weihnachtskleid Sew Along

Ich muss es wohl einsehen, dass es dieses Jahr nichts wird mit dem Weihnachtskleid uns mir. Da wir nächste Woche umziehen, werde ich einfach keine Kleidnähzeit haben.

Heute wird die neue Wohnung gemalert, nächstes Wochenende ziehen die Möbel um und dann müssen wir die alte Wohnung ebenfalls noch malern. Puh.
Falls ich vor Weihnachten alle Stoffkisten schon ausgepackt habe und ein wenig Zeit zum Nähen finden sollte, werde ich diese für Weihnachtsgeschenke nutzen (müssen).

Schade, schade, schade.
Aber ich finde es toll, dass es wieder einen Sew Along gibt und Dodo und Juli ihn organisieren. Besonders gespannt bin ich natürlich auf die amerikanische Weihnachtsgeschichte.
Also wenn ihr in nächster Zeit nichts von mir hört, liegt es daran, dass ich hier Kisten stapele.
Ich wünsche euch eine schöne Adventszeit!

Montag, 1. Dezember 2014

Stoffwechsel Finale

Nachdem im letzten Post relativ einstimmig abgestimmt wurde, was ich nähen soll, habe ich mich auch ganz brav daran gehalten. Nur zwei Dinge habe ich noch geändert. Zum einen wollte ich die Pattentaschen in einer Art Schleifenvariante ausprobieren und zum anderen musste ich, nachdem ich Frau 700Sachen's tollen Trägerrock bewundert habe, unbedingt noch Träger basteln.

Genäht habe ich den Rock dann gestern, als die ersten sich hier schon verlinkt haben. Und heute habe ich ihn dann gleich eingetragen und ich bin sehr zufrieden.


Bei dem Schnitt handelt es sich um lauter Einzelteile. Das Vorderteil ist aus einer 70er Jahre Burda. Ich hatte die Falten und Abnäher zugesteckt, mit meinem Standard Vorderrock verglichen und für gut befunden. Die Taschen habe ich selbst dazu gebastelt, da keine vorgegeben waren. Da Seitennahttaschen manchmal unschön an den falschen Stellen beulen, habe ich Pattentaschen genäht.


Das Hinterteil ist einfach mein Standardschnitt. Ich fand Mehrweite durch Falten hinten nicht nötig. Der Bund ist vom Hollyburn, da er gut passt. Vorher habe ich einfach immer gerechnet und gemessen. Allerdings ist auch noch Platz im Bund. Ich kann also auch ein Weihnachtessen mit reinstecken.


Die Träger habe ich gemessen, im schrägen Fadenlauf zugeschnitten und dann ordentlich gekürzt. Unglaublich, was der schräge Fadenlauf ausmacht. Ich habe nur die unteren Enden, wo die Knopflöcher sitzen mit Einlage verstärkt. Ich habe gedacht, das ist vielleicht eine ganz gute Sache, wenn die Träger abknöpfbar sind, falls ich mich damit nicht so wohlfühle.


Da ich mich aber sehr wohlfühle, bleiben die dran.

Liebe Wichtelpatin,
ich habe wenig Ahnung, wer du bist und freue mich sehr auf die Auflösung. Eine Theorie habe ich, aber die ist zu schlapp um sie zu äußern. Jedenfalls danke ich dir sehr für den tollen Stoff und ich hoffe, du freust dich mit mir über das Ergebnis. Bitte schreibe mir doch deine Adresse per mail an katzkowski ät gmail dot com, damit ich dir deine Schnittmuster zurück schicken kann. Auch für die danke ich dir sehr und versichere, dass ich sie bestimmt noch mal verwenden werde.

Und jetzt füge ich mich in den Reigen der Mitwichtelnden ein.

Samstag, 29. November 2014

Wie eklig ist das denn?


Das war meine erste Reaktion als mein Freund mir Wessi von süß-sauren Eiern erzählt hatte. Eier mit Essig und Zucker? Ich konnte mir so gar nicht vorstellen, dass das schmecken soll. Da eine für dieses Gericht nicht viel braucht, war es ein typisches Arme-Leute-Essen in der DDR und die Schwiegermutter hat das früher oft gemacht. Mein Freund wollte mich davon überzeugen und hat das dann mal für mich gekocht. Ich war ja super misstrauisch, aber was soll ich sagen, das ist echt lecker. Kaum zu glauben. Seitdem gibt es das bei uns ständig. Mindestens 3mal im Monat würde ich behaupten.

Neulich fragte jemand bei Twitter, welche all-time-favourite Gerichte wir so haben und als ich von den süßsauren Eiern erzählte, waren manche überrascht, dass ich das kenne und manche neugierig, was das wohl ist. Wahrscheinlich waren einige angeekelt wie ich damals. Aber lasst euch sagen, probiert es aus. Meine Variante ist einfach, lecker und vegetarisch und relativ schnell zu machen. Ich habe früher frei Schnauze gewürzt, aber für euch eine gute Mischung abgemessen.
Ihr benötigt folgende Zutaten für 2-3 Personen:

Kartoffelbrei
6 Eier
1 Zwiebel mittel bis groß
1 Esslöffel Essigessenz
1 Teelöffel Zucker
1 Teelöffel Salz
1 Teelöffel  Gemüsebrühepulver
1 gehäuften Esslöffel Mehl
1l kaltes Wasser
80-100g Butter
Pfeffer ordentlich, je nach Gusto

Als erstes ist Kartoffeln schälen fürs Kartoffelpüree angesagt. Wenn diese auf dem Herd stehen, kannst du mit Zwiebeln schneiden anfangen. Dann den Klotz Butter in einer großen Pfanne (Ich habe so eine Art Wok) oder in einem Topf erhitzen, die Zwiebeln kurz anschwitzen und dann einen ordentlich gehäuften Esslöffel Mehl (soviel Mehl, wie du auf einen Esslöffel drauf kriegst) dazu schmeißen. 

Die Kartoffeln stehen schon auf dem Herd
Ordentlich Butter schmelzen

Zwiebeln anbraten

ordentlich gehäufter EL Mehl


Die Zwiebelmehlschwitze sollte ein wenig bräunen, bis es nach Brot riecht. Dann den Liter kaltes Wasser unterrühren. Jetzt kannst du die oben genannte Menge an Gewürzen rein schütten und die Soße ein bisschen köcheln lassen, bis sie nicht mehr ganz so flüssig ist. Erschreck dich nicht, wenn sie dir erst mal ein bisschen sauer vorkommt, das muss so. Die Eier nehmen die Säure zum Teil wieder weg.





 Ich schlage die Eier immer erst in eine Tasse, falls mal ein faules dabei sein sollte. Dann drehe ich die Flamme kleiner und schütte die Eier in die Soße. Erstmal nicht umrühren, nur ab und an mal vorsichtig über den Pfannenboden rühren, damit nichts anbackt und solange köcheln lassen, bis das weiße fest ist. Du kannst auch das Gelbe fest werden lassen. Ich mag es lieber, wenn es noch ein bisschen cremig ist. In der Zeit kann dann auch der Kartoffelbrei angerührt werden. Fertig.
Sieht nicht so lecker aus, hmm?

Ist es aber. Hmmmm.

Guten Appetit.

*Ja, unser Herd ist nicht so picobello und wir füllen uns direkt aus dem Topf auf. Nicht schick, aber pragmatisch.